Wann ändert er/sie sich endlich?
Shownotes
„Wenn mein Partner sich endlich ändern würde, dann wäre unsere Beziehung viel entspannter.“
Viele von uns warten auf Veränderung beim anderen – und fühlen sich dabei zunehmend ohnmächtig.
In dieser Episode erfährst du, warum echter Wandel oft dort beginnt, wo du deinen eigenen Handlungsspielraum erkennst. Wir sprechen über Bedürfnisse, Erwartungen, alte Beziehungsmuster und darüber, wie aus Frust persönliches und gemeinsames Wachstum entstehen kann.
Denn eines ist sicher: Du kannst den anderen nicht verändern. Aber du kannst entscheiden, wie du mit dem umgehst, was dir begegnet. Genau darin liegt deine größte Kraft.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo liebe Heide, kennst du den Axel Hacke?
00:00:05: Nein,
00:00:06: den kenn ich nicht.
00:00:07: Das ist ein Kolumnist in der Süddeutschen Zeitung, den ich sehr liebe weil er sehr lustige Kolumnen schreibt und da gibt es eine die heißt die Chris Baumkuhl und da geht's ums Partnerschaftspassiv.
00:00:23: Und Partnerschaftspassiv ist mit dem drückt man aus, also in Beziehungen geht aber in jeder Form von Beziehung.
00:00:31: Da drückt ein Dinge aus die unbedingt getan werden müssen, die aber keiner machen will.
00:00:37: Also das sind so Sachen wie... Ah!
00:00:42: Man müsste echt dringend die Blumen gießen oder... und jemand könnte dann auch mal die Garage aufräumen oder, ja also es sollte wirklich einmal das zerbrochene Porzellan geklebt werden.
00:01:00: Oder man schmeißt's weg!
00:01:02: Also dass ist quasi etwas was man gerne selber möchte aber nicht so formuliert sondern irgendwie in den Raum wirft.
00:01:11: und dann eigentlich ist es eine indirekte Botschaft der andere soll zu machen.
00:01:16: aber ganz klar ist das auch nicht
00:01:18: Genau, das sind so Sachen von denen ich mir wünschte sie geschehen.
00:01:21: Aber ich habe halt überhaupt gar keine Lust drauf Sie selber zu machen.
00:01:27: Ich weiß aber auch ist es ein bisschen eine Zumutung sich dem anderen überzuhelfen weil ich will ja dass es geschieht.
00:01:32: also eigentlich müsste ich's machen und deswegen stelle ich es einfach mal so neutral in den Raum
00:01:39: Also eine nebulöse Angelegenheit, wo der andere irgendwie merkt er sollte was tun aber was er genau tun soll oder ob er wirklich etwas tun soll weil sie auch nicht.
00:01:47: Also eigentlich Konflikt und Frust vorprogrammiert?
00:01:50: Oder würde ich mal sagen Ja
00:01:53: also vor allem mal Frust bei Konflikten geht ja den konflikt nicht an Aber der Frust ist gut,
00:01:59: aber der Fruster führt dann irgendwann auch zum konflikte.
00:02:02: also Ich meine das ist halt so oft Mal die dass die Vorbedingung der Prozess davor bis es dann zum Knall kommt, oder?
00:02:10: Genau.
00:02:10: Und wenn wir jetzt beim Frust und so sind also im Partnerschaftspassiv da spricht man das ja dann schon einigermaßen aus.
00:02:19: Also wenn's jetzt auch nicht ganz klar ist.
00:02:21: Aber dann gibt's ja auch noch vollkommen unausgesprochene Erwartungen an den oder die andere.
00:02:30: Also ich zum Beispiel und die sind einem bewusst oder unbewusst überhaupt, also das ist so auch eine komische Sache.
00:02:36: Ich zum Beispiel, obwohl ich noch nie in meinem Leben mit meinen Partner drüber gesprochen habe aber weil ich gehe einfach davon aus dass das Fahrer-Service im Frühjahr... Das is seine Sache ja?
00:02:48: Und zwar nicht nur für sein Rad sondern auch für meins!
00:02:51: Und dann beobachte ich von Jahr zu Jahr der macht es einfach nicht Und dann fahre ich die ganze Radl-Saison über mit einem Radl mit ungeschmierter Kette und unnachgezogenen Bremsen herum, und ärgere mich jedes Mal.
00:03:07: Weil das ja eh klar ist dass der das machen muss und er macht es einfach nicht.
00:03:11: Ja, und dann wirst du schon irgendwann wütend auf den?
00:03:13: Naja natürlich zuerst einmal bin ich wütender aufs Radl aber irgendwann bin ich auch wütent auf ihn!
00:03:20: Also die Frage... Über was wollen wir heute sprechen?
00:03:23: Wir wollen heute über den eigenen Handlungsspielraum sprechen und wie man den wahrnehmen kann.
00:03:30: Und was für eine Freiheit das bringt, nämlich in der Beziehung wenn wird es tun – für uns selber und vielleicht auch für die Handlung.
00:03:37: Genau!
00:03:37: Den eigenen Handlungsspielraum nicht nur wahrnehmen sondern vielleicht sogar ein Stückchen erweitern.
00:03:44: Und dafür müssen wir auf die eigene Komfortzone verlassen, weil es schon einmal darum geht auch wie du jetzt am Anfang gesagt hast Bedürfnisse klar anzusprechen oder?
00:03:56: Also da sind Bedürfen ist schon einmal angedeutet.
00:03:58: Das ist schon mal besser.
00:03:59: vielleicht als wenn man gar nichts sagt weiß ich nicht.
00:04:01: Wobei das auch nicht so ohne ist finde ich einfach sowas in den Raum zu stellen.
00:04:05: Puh!
00:04:09: Ich weiß nicht ob ich das empfehlen würde.
00:04:10: Vielleicht dann lieber doch nix sagen.
00:04:13: Nein Quatsch, das ist auch keine gute Idee.
00:04:15: Aber klar ansprechen wir gut!
00:04:18: Ja und ein bisschen haben wir ja in der Folge über unsere Sommertipps schon drüber geredet weil was braucht sie dafür?
00:04:27: Es braucht zunächst einmal die Selbstreflexion.
00:04:32: also ich muss mir zum Beispiel bewusst machen dass ich nicht nur... Ich muss mir bewusst machen, dass ich davon ausgehe.
00:04:43: Dass das Radl vom anderen gerichtet wird und dass sich aber so sehr davon ausgeht, dass es gar nicht ausspreche.
00:04:49: Und das muss ich mir aber erst einmal bewusstmachen.
00:04:52: Also eine Portion Selbstreflexion ist auf jeden Fall hilfreich damit es überhaupt gelingen kann.
00:04:58: also da wieder dieses nachdenken oder überprüfen was will ich eigentlich?
00:05:03: Vielleicht ist immer ein gutes Zeichen wenn ihr so einen Frust in euch spürt Ja, dann mache ich mal den Vorschlag.
00:05:11: Also sagen wir normalerweise sagen immer das so ja der andere.
00:05:14: Wenn der das anders machen würde, dann wäre alles gut.
00:05:17: aber vielleicht fragt euch einmal bevor ihr euch das sagt was ist eigentlich mein Wunsch dahinter?
00:05:22: Was ist denn mein Bedürfnis dass da irgendwie sich bemerkbar macht
00:05:31: und dann ganz arg mutig der nächste Schritt nicht nur was es meinen bedürfen ist sondern was könnte auch mein Beitrag sein, um mir dieses Bedürfnis zu erfüllen.
00:05:41: Was für dich
00:05:41: denn tun?
00:05:43: Genau weil das ist nämlich der Handlungsspielraum.
00:05:45: Weil das Problem mit dem anderen was du vor so ausgeführt hast, da bin ich immer in einer abhängigen, ohnmächtigen Situation.
00:05:53: letztendlich also nur wenn der andere das tut geht es mir gut.
00:06:01: Das heißt, ich bin komplett abhängig und so ein Gefühl von Ohnmacht- und Hilflosigkeit ist natürlich nicht gut.
00:06:07: Also das ist unangenehm, das will niemand und in Wirklichkeit sind wir vielleicht gar nicht so ohnmächtig in Hilfe und Hilfluß sondern in Wirklichkeit haben wir schon einen Anteil den wir auch tun können oder beitragen können damit es ihm anders läuft?
00:06:22: Ja!
00:06:23: Also jetzt haben wir gesagt, die Selbstreflexion hilft und das Nächste was hilft?
00:06:28: also sei es was ist mein Bedürfnis?
00:06:30: Was kann mein Beitrag sein etc.
00:06:32: Das nächste was dann auch enorm hilft ist sich mitzuteilen
00:06:38: Reden.
00:06:39: Und da das stelle ich immer wieder fest haben viele so den Anspruch dass der andere so eine Glaskugel hat.
00:06:45: das sieht er halt alles.
00:06:47: Das ist niemanden so bewusst, jeder weiß dass es das nicht gibt.
00:06:50: Aber da läuft's doch drauf hinaus.
00:06:52: wenn man sich sagt ja Wenn der mich so liebt dann weißt er ja auch dass ich dieses Fahrrad brauche.
00:06:58: Ich meine wenn der mich wirklich lieben würde Dann würde das er wohl erkennen, gell?
00:07:01: Ist das ein Zeichen also dafür dass der mich nicht so lieb?
00:07:05: Und das ist dann super.
00:07:06: nochmal eins drauf lähmend.
00:07:08: Da muss ich nicht nur mit dem unreparierten Radl herumfahren, sondern da bin ich auch noch emotional gelähmt weil ich mir dauernd sage ja der da zeigt sich's dass er mich nicht liebt und da zeigt sie es und ich weiß nicht wo sonst noch.
00:07:21: Es ist aber oft tatsächlich so, dass wir einfach zu wenig darüber reden und so wenig so darüber reden, dass der andere das auch wirklich hören kann.
00:07:30: Da werden wir wieder über den Imago-Dialog gucken, weil nur das Sagen und dem anderen drüber hauen.
00:07:35: Es führt vielleicht auch nicht so unbedingt dazu dass du das hören kannst sondern es ist wirklich wichtig, jetzt möchte ich es mal ohne Imago Dialog sagen wobei ich dir natürlich immer empfehle aber natürlich kann man auch ein Setting schaffen wo der andere wirklich zuhören kann.
00:07:50: Das ist dann der Fall wenn möglichst ruhig sagen kann, ohne selber schon in einem sehr generften Zustand zu sein.
00:07:59: Weil dann kann der andere mich meistens nicht anhören.
00:08:02: Sondern wenn ich ganz klar bei mir bin und das ganz ruhig und gut formulieren kann... Dann kann es auch hören!
00:08:10: Weil das ist auf das Wichtige, weil dann sagen manche Ja, ich habe's ja gesagt aber nix überhaupt nichts.
00:08:16: Wenn ich die Ohren hau, dann kann er es wahrscheinlich nicht hören.
00:08:19: Das ist schon noch wichtig dass das hören kann, sonst hilfts nichts.
00:08:22: Und dann gibt es, also Reden ist ja prinzipiell immer gut.
00:08:27: Es gibt aber auch diese... Es kann auch sein dass das was ich sag und das was Ich gerne vom anderen erwarte und das Was ich mir vom anderen wünsche Das ist vielleicht gar nicht so sehr mein Bedürfnis oder meinen Wunsch ist sondern Dass das ein Ausdruck des Machtkampfs ist in dem wir gerade stecken.
00:08:52: Okay, erzähl mir mehr was meinst du damit?
00:08:55: Naja wenn ich zum Beispiel irgendwas von meinem Partner oder meiner Partnerin verlangt.
00:09:02: Was der einfach nicht möglich ist zu geben oder gerade die Momente nicht möglich.
00:09:08: Kannst du so ein Beispiel ein bisschen konkreter machen?
00:09:12: Na ja es geht zum Beispiel schon beim Beispiel Radel.
00:09:18: Wenn er das nicht weiß dass das meine Erwartung ist Wie soll das mir dann erfüllen?
00:09:24: Oder wenn ich sage... Also, ich weiß.
00:09:27: Der hat gerade einen neuen Job angefangen oder ja ist immer so Klischee-Sachen aber fällt mir jetzt halt als schnellstes ein.
00:09:35: Er hat grad einen neuen job angefangen.
00:09:37: da muss er wirklich am Anfang jetzt mal ordentlich reinhacken und ich sag, ich möchte trotzdem dass du jeden Abend um fünf zu Hause bist Da wird es halt dann ein ausdrucktes Machtkampf.
00:09:50: Na
00:09:52: ja gut, es ist vielleicht in so einer Situation schon wichtig zu sagen du arbeitest momentan sehr viel.
00:09:58: Mir ist es wichtig dass wir Zeit miteinander haben.
00:10:00: das ist aber anders wie wenn ich dann solche Forderungen stelle die per se nicht möglich sind also die den anderen sehr unter Druck setzen weil dann dann dann ist das ein Aufschaukeln da geht's von hin und her und dann gibt's sehr schnell einen Ping-Pong Effekt.
00:10:16: Ja genau
00:10:17: Das bedeutet natürlich auch eigenen Handlungsspielraum wahrzunehmen.
00:10:25: Ich denke da an ein Freund, der immer mal wieder gern Sachen anbringt, Themen anbringend die ihm wichtig sind im Freundeskreis und er hat das dann immer so zu einem Zeitpunkt gemacht wo gerade alle aufstehen wollten also Essen war quasi fertig Nachtisch war gegessen ja und dann kommt er jetzt um.
00:10:45: alle wollten eigentlich Ruhe haben weil gesättigt und dann bringt er das Thema.
00:10:51: Das ist halt auch ein sehr ungünstiger Zeitpunkt.
00:10:53: Also wenn ich das zum Beispiel so am Zeitpunkt bringe, dann nehme ich zwar irgendwie mein Handlungsspielraum wahr und spreche es an aber eigentlich werden dann wahrscheinlich alles sagen jetzt nicht ja?
00:11:04: Und dann erlebe ich das was ich sowieso in meinem Leben ja?
00:11:07: Ja hallo!
00:11:08: Was erzählt ihr mir da?
00:11:09: Ich sag's ja, aber es hört mir ja keiner zu.
00:11:12: Deswegen ist es auch wichtig zu schauen in welchem Setting kann ich das ansprechen nämlich dass ich wirklich auch gehört werden kann Weil es ist leider ein Thema, das gar nicht so einfach ist.
00:11:22: Das ist recht tricky und uns gibt's so viele Möglichkeiten wie wir selber verhindern nämlich gehört zu werden letztendlich
00:11:29: Ja und uns damit eben selbst immer sabotieren oder in unserer Selbstwirksamkeit beschneiden Und dass hat ja auch ein bisschen einen.
00:11:42: Also machen wir nicht aus Bösartigkeit Sondern das gibt ja einen Grund warum wir das machen weil Wenn wir das machen, dann geben wir sozusagen die Verantwortung für die Befriedigung unserer Bedürfnisse.
00:12:00: Die geben wir an den anderen ab Wir sind nicht mehr selbst dafür verantwortlich
00:12:07: Wobei es eben tatsächlich nichts von einfaches Thema ist.
00:12:10: Ich möchte jetzt ein Beispiel bringen, dass glaube ich viele betrifft und gleichzeitig herausfordernd zu beantworten ist.
00:12:20: Jetzt viele Paare, wie jetzt auch unsere Vorzeige.
00:12:25: Also nicht vorzeige also unser... Sarah und Paul!
00:12:29: Die haben Kinder und es ist einfach so dass die Sarah ganz viel Kehrarbeit übernimmt.
00:12:35: Und sie hat natürlich oder beide haben letztendlich eine Verantwortung für die Kinder.
00:12:42: Sie macht das und sie wünscht sich schon, ...beteiligt.
00:12:47: Er hat das ja dann einfach manchmal den Eindruck erlässt, sie hängen und wenn sie es nicht macht... ...dann passiert's nicht!
00:12:53: Und dann hat sie eben den Eindruck als ich ihn nämlich von diesem Handlungsspielraum da erzählt habe von einem eigenen den wahrzunehmen... ...und sonst ist zu mir gesagt was erzählst du mir da?
00:13:04: Ich kann ihn gar nicht wahrnehmen.
00:13:06: weil würde ich ihn wahrnehmen um ihn zum Beispiel mal lassen und das nicht machen und dann mal schauen was passiert.
00:13:11: na dann kommen die Kinder zu kurz.
00:13:15: Also bin ich gezwungen, den wahrzunehmen und hey der Paul lässt mich einfach wirklich im Stich.
00:13:21: Der macht das nicht!
00:13:22: Was würdest du so jemandem antworten?
00:13:26: Naja, dass ist gar nicht so einfach ganz schnell zu beantworten.
00:13:30: Ich glaube eben, das ist eine Situation die in den unterschiedlichsten Variationen immer wieder vorkommt.
00:13:45: dass das gar nicht so ist, dass der Paul keinen Teil der Verantwortung übernehmen will.
00:13:55: Er würde sie nur gerne in seiner Art übernehmen.
00:14:00: Wenn er sagt okay gut ich übernehme die Kinder des Wochenende dann wird er halt gern das Wochenende so gestalten wie er das gerne macht und dann beobachte ich oft Aber ganz genaue Vorstellungen hat, wie dieses Wochenende zu laufen hat.
00:14:18: und es muss genau so sein weil sonst die Kinder verwirrt sind.
00:14:23: Also war's auch immer ja?
00:14:25: Naja
00:14:25: zum Beispiel ist stippt was du sagst, weil der Paul hat ja wirklich zwei verschiedene Paar Strümpfe den Kindern angezogen Und er hatte nicht die Regenhose, die Gatschhose mit eingepackt.
00:14:36: Was man auf jeden Fall machen sollte und dann war ja auch nix dabei auf dem Spielplatz für die Jause.
00:14:42: Dann sind die Kinder halt ... haben es halt Hunger, gell?
00:14:46: Sind dann halt knartschick!
00:14:49: Genau diese Situation.
00:14:51: Da muss man sagen... Sarah, wenn du möchtest dass der mit den Kindern auf dem Spielplatz geht und ein paar Stunden mit ihnen dort verbringt oder wenn du möchtest das er das Wochenende übernimmt dann musst sie ihn halt auch machen lassen.
00:15:08: Dann musst du halt einfach auch ein bisschen loslassen.
00:15:13: Und ich denke auch da ist es ein Prozess oft ist da die Erwartung die nämlich, dass man schon sagen muss sagt und dann geht schon und das ist halt nicht so Weil eben der andere macht das auf seiner Art und Weise, dann ist es vielleicht auch wichtig wieder darüber zu reden.
00:15:30: Zum Beispiel wenn jetzt tatsächlich keine Jause dabei sind die da total ausgehungert heimkommen voll um drüber sind und es dann schwer ist keine Ahnung dass sie zum Beispiel einschlafen Dann ist es auch wichtig da wieder darüber zureden und so sagen wir wäre das wirklich wichtig weil Und auch wieder darauf zu hören dass der andere wirklich hören kann und ich glaube einfach sehr dass das oft nicht passiert.
00:15:52: Also das heißt, die eigenen Handlungsspielräume zu erweitern birgt auch gewisse Schwierigkeiten und Risiken.
00:16:01: Es ist ein Stück weit auch Kontrolle abgeben und gleichzeitig ein Stück weiter Selbstverantwortung übernehmen.
00:16:10: Und es sind beides Dinge, die nicht so einfach sind.
00:16:14: Genau!
00:16:19: paar Beziehungen ist, ist es zum einen für einen vielleicht manchmal ein Loslassen wie es jetzt halt für die Sarah der Fall ist und umgekehrt halt auch für den Paul ein mehr in die Verantwortung gehen.
00:16:31: Ja weil wahrscheinlich macht das sich so halt... Es ist halt auch angenehm!
00:16:34: Das muss man auch schon sagen dass die Sarah da immer alles putzt und macht und aufräumt.
00:16:38: Es ist schon angenehmen für ihn und leichter.
00:16:41: Es is also so ein wechselseitiges Spiel, ein Prozess Immer wieder auch darum, wie haben wir diese Folge zwei Menschen und zwei Welten?
00:16:51: Und das sind eben zwei Welte.
00:16:52: Und da immer die Welt des anderen anzuschauen.
00:16:55: Ich glaube, dass es auch eine Möglichkeit in den Handlungsspielraum immer mehr wahrzunehmen wenn ich sehe was in die Bedürfnisse der Austausche, das Gespräch miteinander
00:17:06: Ja, ich möchte es fast noch ein bisschen stärker formulieren Ja, das Wahrnehmen der Bedürfnisse des anderen ist wichtig.
00:17:16: Aber vor allem einmal sich klar zu machen ich bin ich und da andere ein anderer.
00:17:22: Wir sind nicht eine homogene Zelle wir sind einfach zwei.
00:17:29: Genau.
00:17:30: also das habe Ich auch gemeint als allererstes muss ja meine eigenen bedürfnisse mal wahrnehmen und bei denen bleiben.
00:17:36: Das ist ja vor allem der eigene handlungsspielraum.
00:17:39: aber mit dem eintauchen der welt des andern eben dieses Feststellen, wir sind unterschiedlich und wir dürfen auch unterschiedlich sein.
00:17:47: Und ich glaube aber das ist die riesige Herausforderung wie können wir mit dieser Unterschiedlichkeit einen Weg finden?
00:17:56: Ich glaube es geht schon über das Wahrnehmen dieser eigenen Handlungsspielräume.
00:18:02: Oftmals ist am Anfang der Eindruck dort ohnmächtig und hilflos zu sein um dass es nicht geht.
00:18:07: nur Da möchte ich eben mitgehen, dass es einfach nicht stimmt.
00:18:12: Sondern dass wir selber dann so eingefahren sind und nämlich genau hinschauen.
00:18:16: Und das ist sehr wohl auch Handlungsspielräume gibt für uns.
00:18:22: Wenn wir uns das jetzt in unserer Partnerschaft so Stück für Stück immer mehr aushandeln und immer größere Handlungspielräume uns erarbeiten Da hätte ich doch Angst, dass uns das dann letztlich auseinanderbringt.
00:18:40: Wie man so?
00:18:41: Naja wenn jeder den Nummer Seins macht!
00:18:45: Aber darum geht es nicht, ne?
00:18:47: Sondern...
00:18:49: Es geht schon nur ein Prozess da auseinandersetzung und es geht auch darum, dass der andere ja dann.
00:18:54: also deswegen darf ich's nicht machen, ne Ich darf jetzt nicht sagen, so kümmer' ich mich mal um nixmal zu mach' ich nichts mehr oder zieh' der Andere schon.
00:19:01: Das wird wahrscheinlich nicht hinhauen.
00:19:03: aber wenn ich wirklich das mache was mir wichtig ist Wenn ich Mir wichtig ist, dass es aufgeräumt ist.
00:19:11: Also ich... Entschuldigung!
00:19:12: Ich bin jetzt dann nachdenken weil ich habe noch meine andere Idee davor gehabt was nämlich wichtig ist.
00:19:17: Es ist bei alle mir so das es immer einen gibt der ein größeres verlangen hat also zum Beispiel diese dieser Aufräumgeschichte da gibt's meistens in der Beziehung einem dem Ordnung wichtiger ist wie dem anderen und der dem das weniger wichtig ist der bestimmt In Anführungsstrichen.
00:19:37: Der hat quasi der andere, ja da gibt's vor Es ist beim Sex auch so.
00:19:44: Es gibt einen, der hat vielleicht mehr Lust auf mehr Sex wie der Andere und der aber weniger hat...
00:19:52: Der bestimmt
00:19:54: das Tempo Und das hat auch viel damit zu tun auch bei den Kindern Ja, der halt weniger bei den Kindern ist, der vielleicht mehr Stunden außerhalb arbeitet Sieht vielleicht gar nicht die Notwendigkeit so hat, vielleicht nicht das Verlangen.
00:20:09: So und da gibt es halt diesen Gap diese Diskrepanz ja?
00:20:12: Und ist es vielleicht einfach mal wichtig zu wissen dass es das immer und überall gibt und dann über das Eintauchen in die Welten des anderen nämlich zu sehen
00:20:25: Es wäre auch anders möglich.
00:20:26: Es wär auch andersmöglich genau!
00:20:28: Und es liegt aber Nicht nur... Das ist ja glaube ich das was wir eigentlich sagen wollen.
00:20:34: Es liegt nicht nur am andern etwas zu verändern oder mich glücklich zu machen oder was auch immer, sondern ich kann das ein großes Stück weit auch selbst machen und damit nicht die Beziehung gefährden, sondern ganz im Gegenteil.
00:20:51: Ja und letztendlich ist es aber auch... Also es wird wenn ich selber aktiv werde dann ist oft mehr Raum plötzlich da, dann hat der Ander vielleicht auch mehr Raum etwas auszuprobieren.
00:21:03: also wenn wir jetzt Sarah und Paul nochmal hernehmen.
00:21:06: Die Sarah lässt ihn loslaufen, auch ohne Gartschuße.
00:21:09: Irgendwann stellt er vielleicht fest, dass Gartschußen durchaus ihre Berechtigung haben und ihren Sinn?
00:21:14: Das muss aber vielleicht selber erfahren!
00:21:16: Wir schaffen dadurch einfach mehr Räume und mehr Weite.
00:21:18: wenn die Sarah sagt hey ich will einfach auch mal Zeitsono für mich haben bitte nehmt du mal die Kinder mach du das Und dafür das Risiko eingeht, dass sie eben halt ohne Gartschuße unterwegs sind sag' ich mal Dann kommt der vielleicht selber auch drauf.
00:21:35: Dadurch entstehen Räume.
00:21:36: Und wenn eben beide, und ich glaube das ist das Wichtige, wenn beide wirklich an der Beziehung interessiert sind, wenn die wirklich wichtig ist, wenn das Commitment da ist... Wenn die wirklich in Verbindung sein wollen dann führt es nicht zur Trennung sondern dann führt oder kann sie einfach zu einer Weiterentwicklung führen?
00:21:54: Aber nur wenn ich halt auch das tue und meine eigenen Bedürfnisse- und Handlungsspielräume auch wahrnehme!
00:22:03: Das entwickelt eine sehr große Energie.
00:22:10: Wenn ich mich als selbstwirksam erlebe, dann fühle ich mich automatisch irgendwie stärker und spüre meine eigene Kraft.
00:22:20: Dann kann ich auch wieder mehr Lebendigkeit spüren wenn nicht immer wie das Kaninchen vor der Schlange sitzt und warte was es nächstes geschehen wird.
00:22:29: Ja, weil es... also interessanterweise das Wahrnehmung von Handlungsspielräumen manchmal auch mit dem Loslassen von Kontrolle verbunden ist.
00:22:39: Und dann
00:22:39: ja genau und dieses Loslassen, das ist natürlich schwierig, dass ist natürlich auch herausfordernd und gleichzeitig ist es das Wert und bringt glaube ich mehr wie alles andere.
00:22:54: Und wenn ich mir dann eben gleichzeitig anschaue, dieses Bild von meinem Handlungsspielraum wird immer größer.
00:23:00: Wenn ich mir das vorstelle wie ein Kreis um mich herum, dann entfernt mich das ja von meinem Partner immer weiter.
00:23:08: Aber das stimmt nicht.
00:23:09: sondern was passiert ist Bin ja nicht in einzelnen Kreisen Sondern es gibt zwischen uns oder zwischen Partnern gibt's einfach einen Zwischenraum.
00:23:19: Und wenn da nicht mehr diese frustrierten Erwartungen, diese Teils gar nicht ausgesprochenen oder Teil sind in diesem Partnerschaftspassiv ausgesprochen und nie erledigten Erwartung.
00:23:33: Wenn die da in diesem Zwischenraum rumstehen und rumliegen dann ist der einfach belastet.
00:23:39: Und wenn ich das aber raushole aus dem Paar Zwischenraum weil es da ja eigentlich auch gar nicht so wirklich hinkört dann habe ich sehr viel mehr freien Raum zwischen den Partnern und das fühlt sich einfach wieder viel leichter, lebendiger, frischer an.
00:24:02: Ja es ist total wichtig was du sagst weil wir haben ja auch eine Episode über die Auswege gemacht.
00:24:08: also wenn's halt in der Beziehung dicht wird.
00:24:10: Also wenn einer immer wieder so nebulöse Sachen dahin schweißt oder eben unzufrieden ist, weil er den Eindruck hat dem anderen ausgeliefert zu sein.
00:24:19: Ja all das kommt rein und dann, wenn es zwischen dem Paar ist, dann wird der andere anfangen und sagen so wow ich bleibe vielleicht auch ein bisschen länger in der Arbeit, weil einem ist es so ungemütlich Und das bringt dann wirklich auseinander?
00:24:34: Dann kommen's wirklich so außen Auswegen ja wo man sich auseinander bringt.
00:24:41: Wenn ich aber bei mir selber bleibe und auch sage, mir ist das wichtig und ich brauche es und ich möchte es leben und ich komme da in meine Kraft oder meine Stärke dann tue ich letztendlich ja auch was für die Beziehung weil der andere kommt vielleicht wieder lieber zu mir.
00:24:58: wenn ich zum Beispiel wenn die Sarah ihm die Kinder überlässt und ihm da auch die Freiheit gibt und dafür ihre eigene Freiheit hat dann kann da auch mehr Leichtigkeit reinkommen, was eben wie gesagt nicht heißt dass das nicht auch ein Prozess ist und ich dann schon noch weiter reden kann.
00:25:16: Aber dann komme ich ja erst in den Prozess.
00:25:18: Ich komm mir überhaupt in keinem Prozess wenn ich es immer dabei lasse.
00:25:21: Ich habe keine Chance.
00:25:24: Jetzt ist mir nur ein Gedanke noch gekommen.
00:25:26: die Episode geht's ja also diese Folge jetzt gehts um die eigenen Handlungsspielräume erweitern und selbst der Mächtigung.
00:25:36: Was wir nicht wollen, ist dieses Na gut dann mach ich's halt selber.
00:25:42: Darum geht es nicht... Wenn ich das mache ja wenn ich sage okay gut wird so gerne Keller aufgeräumt haben und er machts nicht na gut dann mache ich es halt selber.
00:25:53: wenn man wenn das die Reaktion ist wenn dass die Interpretation des Handlungsspielraums erweitern sie Das ist nicht das, was wir meinen.
00:26:04: Der Keller ist dann vielleicht zwar aufgeräumt aber die Erwartung und die Enttäuschung bleiben im Paar Zwischenraum.
00:26:12: Dann ist der Keller aufgeraumt, aber der Handlungsspielraum ist immer noch belastet.
00:26:18: Also das ist der Grund warum ich so... gerne über den Imago Dialog red, weil in einem Imago-Dialog ist es einfach so, naja das ist einfach ein Setting wo es auch wirklich einen gehört werden geben kann warum das mit dem Keller so wichtig ist.
00:26:32: Und wenn der andere das dann wirklich versteht, dann ist die Wahrscheinlichkeit einfach viel höher dass das vielleicht anders verläuft.
00:26:40: Ich meine möglicherweise ist es dann so auch, dass es am Ende des Tages so ist, dass ich den Keller selber aufräume aber dann findet's vielleicht anders statt
00:26:47: oder dass man draufkommt So wichtig ist es gar nicht, weil der Keller als Keller funktioniert ja so genauso.
00:26:53: Also was soll's?
00:26:54: Und vielleicht steht etwas ganz anderes dahinter.
00:26:57: also diese ganzen Dinge sind einfach unglaublich komplex und nicht so einfach wie wir eigentlich das oft gern haben wollen.
00:27:06: Wenn wir es einfach machen dann fangen wir so schnell an in Opfer- und Täter zu denken.
00:27:13: Ich bin immer die Arme weil ich muss immer alles selber machen, der andere machts nicht Und bin somit das Opfer der anderen Täter.
00:27:22: Ich meine sie auch nicht wahnsinnig toll und wir möchten einfach ermutigen, weil es ist auch sehr polarisierend und führt eigentlich letztendlich zu nichts.
00:27:34: Wir möchten ermutigten da in die Selbstermächtigung zu gehen und da wirklich genau hinzuschauen.
00:27:40: was steckt denn eigentlich dahinter?
00:27:42: Was ist denn eigentlich, was mich da so frustriert?
00:27:45: Das wollten wir mit dieser Folge ein bisschen beleuchten und hoffen, dass wir euch damit zumindest einen Denkanstoß oder einen Impuls geben konnten.
00:27:56: Und wenn es Fragen gibt oder Erfahrungen oder auch konträre Erfahrungen, dann meldet's euch einfach bei uns!
00:28:03: Wir freuen uns!
00:28:05: Bis zum nächsten Mal!
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