Es ist erst die Interpretation, die schmerzt – das Gedankenkarussell, das deine Beziehungen sabotiert
Shownotes
Wir glauben oft, dass uns das Verhalten unseres Gegenübers verletzt.
Ein Satz, ein Blick, eine Reaktion – und plötzlich tut es weh.
Doch häufig entsteht der Schmerz nicht durch das, was tatsächlich passiert ist, sondern durch die Bedeutung, die wir dem Ganzen geben.
Wir beginnen zu interpretieren:
„Sie denkt bestimmt, ich bin unfähig.“ „Er liebt mich nicht, sonst würde er so etwas nicht sagen.“ „Ich kann ihr nichts recht machen – ich mache immer alles falsch.“
Diese Gedanken fühlen sich plötzlich wie Wahrheiten an. Und auf einmal reagieren wir nicht mehr auf das Verhalten selbst, sondern auf das Urteil, das wir dahinter vermuten.
In dieser Podcastfolge sprechen wir darüber: • was Interpretationen eigentlich sind • warum unser Gehirn ständig Bedeutungen konstruiert • welche Rolle unsere eigene Geschichte dabei spielt • wie Interpretationen Konflikte in Beziehungen verstärken • und was hinderlich oder hilfreich ist, um aus diesem Muster auszusteigen
Eine Folge über Wahrnehmung, Projektion und die Frage, warum Beziehungen manchmal genau dort schmerzen, wo eigentlich gar nichts gesagt wurde.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Mir hat einmal vor Jahren jemand gesagt, es ist die Interpretation, die schmerzt.
00:00:06: Damals in dieser Situation hat mich das sehr revoltiert und mich sehr geärgert.
00:00:11: Gleichzeitig hat's dazu geführt dass ich viel über Interpretations nachgedacht habe Und dann drauf gekommen bin.
00:00:18: Es ist gerade in paar Beziehungen ein wichtiges Thema.
00:00:22: Deswegen ist es mir auch sehr wichtig, dass wir heute einmal über Interpertion in Beziehung miteinander reden.
00:00:29: Also Interpretation, das ist ja etwas was uns allen ständig und sehr unbewusst passiert.
00:00:36: Und dadurch dass es unbewusst ist wissen wir das eben oft auch gar nicht.
00:00:40: Deswegen wollen wir heute darüber sprechen und das passiert uns eben eh wie du schon gesagt hast, nicht nur in Paarbeziehungen sondern eigentlich wahrscheinlich in allen unseren Beziehungen.
00:00:51: Ja und somit ist das Ziel heute von dieser Folge einfach, da sei mal ein bisschen klarer... zu bringen oder zu bekommen, was ist eigentlich eine Interpretation und was macht eine Interpertion mit mir aber auch mit dem
00:01:03: anderen?
00:01:04: Mit dem Interpretierten.
00:01:05: Genau!
00:01:06: Okay also Heidi sag mal, was is eigentlich genau einer Interpretations?
00:01:12: Also ich glaube um zu verstehen was eine Inter pretation ist müssen wir unterscheiden.
00:01:16: es gibt Dinge die wir in unserem Leben beobachten können, die wir erleben ,die wir erfahren ja die wir sehen können wie vielleicht auch spüren Und all das ist erst einmal keine Interpretation.
00:01:28: Wenn ich in einen Raum komme und ich spüre, boah, dass es eine angespannte Atmosphäre, dann spüre ich das!
00:01:34: Das ist meine Wahrnehmung.
00:01:36: Interpretations kommt erst wenn ich sage, ah, da ist es angespannt weil die mögen mich alle nicht oder irgendwie bin ich hier scheinbar zu viel oder fehl am Platz?
00:01:46: Dieses...das schaut so aus...weil.
00:01:50: Dieses Weil der Grund warum etwas so ist wie sie ist, das ist dann die Interpretion.
00:01:55: Um das jetzt irgendwie ein bisschen deutlicher zu machen, sagen wir euch ein paar Beispiele.
00:02:01: Also... Ein ganz klassisches Beispiel ist ich schreibe jemanden auf WhatsApp eine Nachricht und die Nachricht hat ziemlich schnell zwei blaue Hackeln aber derjenige antwortet nicht.
00:02:16: Und dann fange ich an zu interpretieren Der mag mich nicht.
00:02:22: Ich habe da jetzt irgendwas Falsches geschrieben, der ist jetzt böse auf mich.
00:02:28: Das ist dann die Interpretation?
00:02:29: Oder ich hab was geschrieben, was ihn verärgert – das war wahrscheinlich deplatziert, was ich da geschrieben hab euch jetzt lieber nicht schreiben sollen.
00:02:38: Ja!
00:02:40: Und im Endeffekt kann man sagen es gibt zwei Arten von Interpretations.
00:02:43: Also das Beispiel, dass du jetzt gebracht hast, das ist etwas...ich mache etwas beobachte etwas zum Beispiel, der antwortet nichts zurück und dann beziehe ich das auf mich.
00:02:53: Das wäre eine Interpretation, die ich auf mich beziehe und die auch meistens am schmerzhaftesten ist.
00:02:58: Weil ich mir ja sag irgendwie wow... Ich bin nicht so viel wert oder ich habe was falsch gemacht.
00:03:02: Tut weh!
00:03:03: Und das ist damit gemeint mit dem.
00:03:05: es ist erste Interpretationsschmerz also nicht was der andere tut sondern die Bedeutung die ich ihm gebe.
00:03:11: Aber es gibt noch eine andere Form der Interpretion Nämlich wenn ich sage Der macht das nur weil er halt so und so ist.
00:03:20: Also entweder ich suche den Fehler bei mir sozusagen oder ich schmeiß ihn rüber zum anderen.
00:03:26: Genau, also das machen wir ganz oft mit anderen Menschen auch mit unseren Partnern aber auch mit allen die uns begegnen.
00:03:33: Zum Beispiel ich sehe irgendwie eine Mama die ihr Kind anschreit oder ein Kind sendet mir was anderes als ein Kind dass sich daneben benimmt und ich sage dann so wow!
00:03:43: Das benehmt sich da genehmen weil es hat einfach keine Erziehung genossen ist einfach schlechterzogen.
00:03:48: Das ist dann eine Interpretation und dann sage ich, das ist so weil der andere halt versagt hat im Endeffekt.
00:03:56: Und was wäre denn das Sinn von diesen Interpretationsen?
00:04:02: Warum interpretieren wir dauernd?
00:04:06: Ich glaube es gibt verschiedene Gründe... warum wir interpretieren, aber meistens interpretieren wir ja weil wir uns nicht auskennen.
00:04:15: Weil uns Informationen fehlen und weil unser Hirn einfach nicht sehr gut damit leben kann mit diesen vielen Informationen.
00:04:23: Wir brauchen irgendeine Kontinuität ein Verstehen warum das Leben so ist wie es ist.
00:04:29: Und wenn wir die nicht haben nennen wir's mal Daten die Fakten dann interpretieren damit wir uns auskennen, damit wir Klarheit haben.
00:04:38: Ich glaube das ist ein Grund weshalb wir interpretieren.
00:04:42: Es ist sozusagen für uns ein Welterklärungsmodell.
00:04:45: also wir beobachten etwas was geschieht und wir müssen es automatisch sofort einordnen.
00:04:50: Wir können jetzt nicht einfach nur beobachten sondern wir müssen gleich irgendwie auch
00:04:56: Wir werden, ja es ist eine Form von Überlebensstrategie.
00:04:58: auch würde ich sagen.
00:04:59: Weil wenn ich weiß warum etwas passiert dann kann ich ja auch schneller reagieren Dann kann ich etwas einordnen und dann weiß ich auch wo ich stehe Und weiß auch schneller ist das eine Gefahr oder ist das keine Gefahr?
00:05:10: Ist dieser Mensch gut mit mir oder ist er nicht gut mit mehr?
00:05:14: Und diese Information, ob etwas sicher ist oder nicht – also man viel auch schon übers Hirn gesprochen.
00:05:20: Die brauche ich als Mensch quasi um auch zu wissen wow kann ich mich entspannen?
00:05:24: Oder muss ich irgendwie Flüchten angreifen wenn man es jetzt mal ganz knapp und schnell formuliert?
00:05:32: Du hast dir das wichtige Wort sicher gesagt!
00:05:36: Das ist ein ganz wichtiger Punkt bei den Interpretationen je unsicherer ich mir in mir selber bin desto mehr muss ich mich an andere, die Sicherheit von anderen mir irgendwie holen.
00:05:52: Das heißt... Wenn ich jetzt vollkommen überzeugt davon wäre, dass ich ein grundsätzlich ein sehr okayer, sehr mitten im Leben stehender, sehr geliebter geschätzter Mensch bin dann würde ich wenn derjenige mir nicht auf meine Nachricht antwortet.
00:06:10: Würde ich sagen mehr.
00:06:11: wahrscheinlich hat er gerade viel zu tun und hat viel um die Ohren.
00:06:13: will man in Ruhe antworten ist erwuscht wird schon antwortend.
00:06:18: Wenn ich aber mir selber so unsicher bin dann interpretiere ich eben gleich, wo der wenigstens mit mir zu tun haben.
00:06:26: Ich habe da jetzt was Falsches geschrieben – was auch immer!
00:06:30: Das heißt die schmerzhaften Interpretationen passieren immer dann wenn etwas auf unsere Schwachpunkte oder Schmerzpunkte trifft?
00:06:43: Ja das ist der Grund warum wir ja auch sagen also nur by the way Frustrations- und Wachstumschancen, weil das ist ja dieser Schmerz, diese Frustration die ich spüre.
00:06:52: Und eigentlich verweißt sie mich.
00:06:54: oder könnte sie mich auch auf mich selber verweisen und mir zeigen wow da ist ein Punkt der hat der schmerzt, weil naja da bin ich unsicher oder sonst was.
00:07:04: also es eine Einladung eigentlich zum weitergehen.
00:07:08: Es ist uns häufig nicht klar dass es sein könnte und gerade jetzt wenn wir in ein paar Beziehungen entstehen ganz, ganz große Konflikte eben aufgrund dieser Interpretationen.
00:07:21: Weil ich dann nicht sage oh das ist ein Frustner da habe ich aber wohl eine Geschichte müsste ich mir mal anschauen was es mit mir zu tun hat sondern ich sag ja dann meistens in der Regel boah also mit dem anderen dass es echt toxisch
00:07:32: ist aber muss man sagen in der aktuellen oder in einer akuten Situation auch wirklich viel verlangt.
00:07:37: Also ich denke da zum Beispiel an etwas Beziehungen wahrscheinlich öfter vorkommt oder so eine Standard-Situation, die vielleicht jeder von uns kennt.
00:07:48: Man ist irgendwo eingeladen und sie probiert zwei verschiedene Kleider und sagt ihm kannst du bitte anschauen und sagen welches soll ich denn anziehen?
00:07:57: Welches ist denn besser?
00:07:59: Und er schaut sich das an und sagt zieht es rote an indem schaust du richtig gut aus.
00:08:06: Ja
00:08:06: also dass es ein weites Feld für Interpretationen Sie sich einigermaßen sicher ist und sich eh gut fühlt in ihrem Körper und ihrer Erscheinung, dann kann sie hören das was er sagt.
00:08:19: Nämlich in dem roten Schau ich richtig, richtig gut aus.
00:08:22: Und zieht
00:08:23: es an?
00:08:24: Aber wenn ihr Körperbild oder was auch immer einer... Wenn diese Aussage einen ihrer Schmerzpunkte trifft Dann hört sie oder interpretiert Aha!
00:08:36: Und im blauen schaue ich richtig scheiße aus
00:08:38: Ja und dann fängt's an.
00:08:40: Also da gibt es ja verschiedene Punkte, wie das in Pan läuft diese Interpretation.
00:08:43: Das mit dem Kleid ist ja mal eine Sache aber auch ganz beliebt ist ja das was du glaube ich nennst Gedankenlesen statt Nachfragen.
00:08:53: Da gibts dieses ganz berühmte Beispiel mit dem Hammer von Paul Watzlerwick wo ein Mensch in seiner Wohnung sitzt und gerne ein Bild aufhängen würde.
00:09:02: drauf kommt er hat keinen Hammer um den Nagel einzuschlagen.
00:09:06: Und dann denkt er sich, okay gut geh ich zu meinem Nachbarnung bitte hin um einen Hammer.
00:09:09: Da hab' ich's letztendlich in den Klopfen gehört der hat sicher einen und da anfängt er an zu überlegen.
00:09:16: Der hat mich aber in Wirklichkeit noch nie freundlich begrüßt.
00:09:19: dieser Nachbar und letzthin habe ich ihn im Stiegenhaus, sind wir uns begegnet und er hat so wahnsinnig unfreundlich geschaut.
00:09:26: was
00:09:26: glaub der eigentlich mich so unfreundlich anzuschauen.
00:09:29: Was hat er gegen mich?
00:09:31: Und dann denkt dieser Mensch solange drüber nach, bis er irgendwann nochmal beim Nachbarn vor der Tür steht, anläutet, danach macht die Tür auf und der brüllt ihm entgegen behalten sie sich ein scheiß Hammer!
00:09:43: Ja und ich glaube sowas passiert ganz oft auch in der Partnerschaft.
00:09:48: Wir erleben irgendwas mit dem Partner oder brauchen irgendetwas vom Partner, wünschen uns was vom Partner.
00:09:54: So ist es genau.
00:09:55: Sprechen sie aber nicht aus und denken das müsste doch eigentlich.
00:09:58: wenn er mich wirklich lieben würde dann wird er das merken, dann würd ich das machen.
00:10:03: Und weil er's aber nicht macht, denken wir Er liebt mich nicht.
00:10:07: Und das Ganze geht dann in so einem Gedankenkarussell und am Ende bullen man Partner an oder bullen vielleicht nicht gleich an, aber sind vielleicht im Vikrantik, giften ihn an und der weiß eigentlich gar nicht was los ist.
00:10:20: und da sich dann aber dann fängt halt das Ping-Pong-Ding an Dann entsteht Unsicherheit bei dem und vielleicht auch eine Interpretation und dann geht es plötzlich hin und her.
00:10:28: und dass es oft dieses Nichtaussprechen oder ganz ganz spät aussprechen Gedanken machen zu irgendwas, wo wir eigentlich gar nichts wissen anstatt eben zu reden.
00:10:38: Das führt dann auch zu sowas und gerade so was ist in Partnerschaften häufig glaube ich.
00:10:42: Das ist praktisch eine Form von vorauseilender Interpretation.
00:10:46: also da hat das gegenüber noch nicht einmal etwas gesagt oder getan und schon interpretiere ich.
00:10:54: Da gibt es ja auch mal ein bisschen anders gelagert.
00:10:57: aber da gibt's, ich glaube das ist eine wahre Geschichte von einem Paar.
00:11:01: Es gibt ja Menschen, die essen gerne bei den Semmeln die Unterseite und manche sagen die obere Seite ist das super Teil.
00:11:09: Und dieses Paar hat mit sechzig rausgefunden.
00:11:12: also sie hat immer gesagt so oh das obere Teil ist das gute ich lasse es ihm weil ich will ihm das Beste geben was das beste ist und er hatte aber gefunden dass unterer teil ist das best und ich lass ihr das was am besten ist.
00:11:28: Also über diese dreißig Jahre, die die beiden miteinander verheiratet waren haben sie sich gegenseitig immer aufgeopfert was natürlich auch dazu geführt hat dass es sich oft irgendwie also wenn man immer ein Opfer ist, ist ja kein gutes Gefühl.
00:11:41: Also niemand hat das bekommen was er eigentlich wollte und sie hätten eigentlich nur darüber reden brauchen.
00:11:45: Das ist auch so diese vorausallende Interpretation.
00:11:49: Beim Gleit allerdings, ist es eine sozusagen akut Interpretations.
00:11:54: Also da sagt der eine was und der andere hört völlig anders wahrscheinlich als es gemeint ist.
00:12:01: Da wird jetzt nicht unbedingt... Na ja eigentlich wird dann eine negative Absicht unterstellt oder?
00:12:07: Sag ich mal!
00:12:09: Nein, nicht unbedingt eine negative absicht sondern da geht sieht er davon aus Er findet sie so schier, wie er sich selber findet.
00:12:16: So ungefähr!
00:12:17: Ja aber es ist nicht eine negative Absicht eigentlich letztendlich?
00:12:20: Nein weil es ist ja keine... In ihren Augen ist das keine negative Absichts sondern es ist die Realität.
00:12:28: Aber wenn wir zum Beispiel sagen der Partner vergisst irgendwas nimmt was nicht mit bringt's nicht mit und dann sage ich Ich bin ihm nicht wichtig Weil wenn ich ihm wichtig wäre Dann würde er daran denken.
00:12:41: Also wenn ich jetzt
00:12:42: Der macht das absichtlich.
00:12:43: Ja,
00:12:44: wenn ich jetzt grundsätzlich davon ausgehe dass der andere mir wohl will also dass da ein Grundvertrauen da ist dann würde ich das ja gar nicht interpretieren.
00:12:52: Das immer halt wieder den Punkt der Unsicherheit im Endeffekt von dem was du vorgesagt hast.
00:12:57: solche Interpretationen kommen natürlich häufiger wenn das Leben sozusagen in der Fülle da ist mit Stress vielleicht auch über Forderung oder Vergesslichkeit war solchen Dingen die dann auch eine Folge sind von einem Ganzen.
00:13:10: Also gerade wenn Paare so viel zu händeln haben, kleine Kinder vielleicht zu wenig schlafen.
00:13:16: Dann kommt es natürlich auch schneller zur Interpretation.
00:13:19: logischerweise durch die Lebenssituation an sich würde ich mal sagen?
00:13:23: Ja nicht zwingend!
00:13:25: Es kann schon sein dass es sich häuft vor allem weil das ja auch Phasen sind wo ruhige reflektierte Kommunikation extrem schwierig herzustellen ist.
00:13:37: Also es ist schon auch immer natürlich ein Problem der mangelnden Kommunikation.
00:13:43: Stimmt, also wenn ich nämlich jetzt... Ich brauche eine gewisse Ruhe und Zeit, dass sich mehr oder weniger mit so einem Theaterblick vielleicht da drauf schauen kann bis in Abstand habe und sagst nur dann kann ich eigentlich darauf kommen das ich eigentlich interpretiere.
00:13:58: ansonsten bin ich in einer Akkusituation und ja bin mittendrin vor allem davon überzeugt Ja, dass der andere mir vielleicht nicht so wohl gesehen ist.
00:14:08: So grundsätzlich oder kann das nicht mehr so spüren?
00:14:11: Na eh und da kommt es wieder zurück zu dem was wir am Anfang gesagt haben.
00:14:14: Es is ja eine Form uns die uns die Welt zu erklären Und wir können immer nur auf das zurückgreifen Was wir schon kennen und da greifen wir dann eben auf diese alten Altenmuster zurück.
00:14:28: Also weißt du wenn wir immer schon das Gefühl haben Wir werden in der Schlange übersehen Das hat sich so in unser Hirn eingeprägt, dass wir alles was in die Richtung geht oder gehen könnte interpretieren werden.
00:14:40: Ja und ich möchte auch nochmal auf diese unterschiedlichen Formen der Interpretation kommen.
00:14:44: Wir haben jetzt vor allem darüber geredet das die Person zum Beispiel die Interpretationsaufsicht beziehen.
00:14:49: also Ich bin schierig oder er mag mich nicht aber bei Paaren passiert auch oft das Umgekehrte nämlich dass ich zum Beispiel den Charakter des anderen bewährte, dass ich sage wie werden so verliebt und der war immer so aufmerksam so liebevoll.
00:15:03: Und jetzt komme ich wirklich drauf wie sein Charakter ist.
00:15:05: Er ist nämlich einfach ein ungehobelter Typ, der einfach total unterachtsam durchs Leben rennt und das es ja auch eine Interpretation die aus solchen Situationen entsteht.
00:15:20: Ja, also das ist dann auch so... Das kriegt dann so eine Dynamik oder?
00:15:24: Wenn ich diese Haltung schon habe innerlich.
00:15:27: Dann ist jede Handlung dieses auch nur annähernd bestätigt und interpretiere ich dann als... Schau dass es wieder ein Beweis dafür, dass der Sohn so ist.
00:15:36: Genau zum Beispiel wenn ich jetzt kleine Kinder, dann ist es oft so, dass sehr viel Unordnung ist.
00:15:43: Und wenn ich dann sagt er räumt nie auf Und er ist rücksichtslos.
00:15:47: Dann ist das rücksichtslos, ja eine Bewertung seines Charakters und das ist es ja dann was schmerzt um das ist ja dann Was die Probleme verursacht letztendlich?
00:15:55: Was die Herausforderung
00:15:56: ist Der Schmerz in der Interpretation oder Genau Interpretations führt dazu dass der schmerz der kommt nicht vom Partner Sondern der kommt aus der eigenen inneren Geschichte.
00:16:09: Das ist damit gemeint was mich so revoltiert hat.
00:16:11: Es ist erst die interpretation sie schmerzen Weil letztendlich ist es gar nicht was der andere macht, sondern erst die Bedeutung, die ich dem Ganzen gebe.
00:16:21: Die ist zu einem Schmerzmacht und das hängt halt meistens mit der eigenen Geschichte zusammen.
00:16:26: Also selber schuld quasi wenn's mich schmerzt!
00:16:29: Naja da ist ja eigentlich nicht das...
00:16:31: In gewisser Weise schon.
00:16:34: Ja
00:16:34: in gewisserweise schon.
00:16:35: also ich meine natürlich finde ich isst er so ein Schmerzz Genauso wie der Schmerz am Körper ein Hinweis ist, das stimmt was nicht.
00:16:42: Das vielleicht etwas krank oder ich habe mich verletzt?
00:16:45: Ist es ja auch ein Hinweiss dann darauf dieser Schmerzen.
00:16:49: Der
00:16:50: hat was mit mir zu tun und dann wird er schmerzplötzlich oder kann er produktiv werden?
00:16:55: Ja Wobei da beginnen wir uns jetzt glaube ich ein bisschen in ein gefährliches Revier weil Nicht jede Verletzung und Kränkung an der bin ich selber schuld
00:17:08: Nein.
00:17:10: Aber
00:17:10: es geht eben wirklich um die Interpretation, also
00:17:13: wo?
00:17:13: Wo ist
00:17:14: die Intention?
00:17:16: Ich glaube die Frage schuld das ist ja schon so schnell richtig oder falsch?
00:17:21: ich glaube Es geht einfach um die Beobachtung.
00:17:24: Ich merke da tut mir was weh.
00:17:26: und Was ist denn der Grund davon?
00:17:28: Ja
00:17:28: Und der Grund Davon ist eigentlich selten dass wie der andere sich wirklich verhält.
00:17:32: Also der löst das natürlich aus logisch Und dann interpretieren wir und sagen, der ist schuld.
00:17:38: Dann kommt das nämlich.
00:17:39: Das ist auch ein Polio.
00:17:40: Wenn der nur anders wäre, dann wird es mir nicht wehtun.
00:17:43: Aber in Wirklichkeit gibt's da einfach eine ganz alte Geschichte die eigentlich dazu führt weil die meisten Sachen, die auch im Partnerschaften sind ja, die würden mich vielleicht zum Beispiel wie der antwortet nicht auf meine Nachricht ich bin nicht lebenswert Jo, ihr könnt auch Interpretierende hat gerade echt viel um die Ohren des Schafts einfach nicht.
00:18:01: Könnt doch sagen wow!
00:18:02: Der Arme ziemlich viel Stress.
00:18:04: Also es wird gleich was anderes bringen.
00:18:07: und die Frage ist ja auch für meine Situation, was ist denn hilfreich?
00:18:12: Was ist denn wirklich hilfreich?
00:18:14: Selbst wenn das stimmen würde, dass der mich nicht mal kann sein.
00:18:18: In der Partition ein blingendes Huhn trifft auch mal, kann er auch... Entschuldigung!
00:18:23: Aber das kann ja auch stimmen.
00:18:24: prinzipiell, kann ich ja richtig liegen.
00:18:26: aber selbst wenn so ist Dann ist das ja dem seine Geschichte letztendlich, dass der mich so interpretiert.
00:18:32: Ist es dann wirklich so?
00:18:33: Ist es denn wirklich so, dass ich nicht liebenswert bin?
00:18:37: oder ist es eigentlich dem sein Kaffee?
00:18:39: und Ich glaube da kommen wir dann auf einen anderen Weg.
00:18:41: Ja,
00:18:42: ich möchte noch was anderes sagen zu den also noch an den anderen als bei oder eine andere eine andere Form der Interpretation.
00:18:49: Es könnte auch sein Der antwortet mir nicht.
00:18:54: Du hast dann gesagt, er hat so viel um die Ohren.
00:18:56: Er arbeitet zuviel.
00:18:57: Ich könnte sogar auch interpretieren!
00:19:00: Das ist so toll, der arbeitet nur für mich damit ich ein schönes Leben habe und das ist großartig.
00:19:05: Man könnte sozusagen auch im Guten interpretieren.
00:19:10: Und da sage ich jetzt deswegen, weil wir als nächsten Punkt schauen wollten auf was bedeutet denn die Interpretation für den anderen?
00:19:20: und ganz generell, deswegen sage ich das mit dem der arbeitet zu viel.
00:19:25: Das wird auch nicht stimmen weil in jedem Fall bedeutet die Interpretation der andere wird nicht gesehen.
00:19:36: Im Endeffekt ist es sogar so dass die Realität des anderen warum er das wirklich tut?
00:19:43: Es wird eigentlich überschrieben mit dem was ich mir dazu denke Und das wiederum hat eigentlich... und dieses, was ich mir dazu denke sind ja in Wirklichkeit, das nennt man ja Projektionen.
00:19:54: Etwas, was Ich Denke, wo ich sag' Das ist es!
00:19:56: Und das projiziere ich auf das drauf, was der macht und das kann so stark sein dass der andere eigentlich zum Objekt wird,
00:20:04: d.h.,
00:20:05: er wird gar nicht mehr gesehen und noch dazu wird er im schlimmsten Fall mehr oder weniger ausgelöscht weil das was er oder warum er Macht überschreibt seine Realität und damit als Paar auch die gemeinsame Realität, nämlich das was wirklich da ist.
00:20:20: Das heißt so eine Interpretation kann sehr oft wirklich schädlich sein für die Paarbeziehung.
00:20:27: Ich möchte zu diesem Gleitz Beispiel zurückkommen weil ich glaube
00:20:32: also
00:20:33: sie sagt welches Gleit soll ich anziehen?
00:20:34: Er sagt Sie da sind in dem schaust du wunderschön aus!
00:20:37: Sie hört im anderen bist Du scheißlich.
00:20:39: ja und generell bin ich Schier und so.
00:20:43: In irgendeiner Form kommuniziert sie das dann auch.
00:20:47: Aha, also Sie könnte zum Beispiel sagen Ah so und im anderen bin ich scheußlich oder so irgendwie.
00:20:52: Und meistens ist es dann so dass seine Reaktion ist Ja okay dann frag mich halt das nächste mal nicht mehr Oder keine ahnung aber irgendeine form der frustrierten reaktion.
00:21:05: und daran sieht man oder daran kann man sehen.
00:21:11: Also der fühlt sich einfach nicht gesehen, nicht gehört.
00:21:14: Völlig
00:21:15: überrollt.".
00:21:16: Aber das fängt ja aus einem Ping-Punktigen an.
00:21:17: Wenn er sagt, frag mich nächstes Mal nicht mehr dann zieht sie das wieder als Bestätigung?
00:21:20: Ja super!
00:21:22: Ich interessiere ihn halt nicht weil wenn ich ihn interessieren würde dann würde er nachfragen.
00:21:25: Genau wir wollten jetzt schauen was macht es mit dem anderen und den anderen frustrierts eben zu
00:21:29: ziehen.
00:21:30: Und deswegen wollte ich darauf kommen warum reagiert der so?
00:21:34: Weil ich meine in Wirklichkeit wenn Sie sagt Ja und in den anderen schaue ich schierig aus, dann unterstellt sie ihm ja auch was.
00:21:42: Und wenn Sie sagen würde das kann ja auch nur Interpretation sein zum Beispiel der sagt nicht seine Wahrheit also er sagt nicht wie er wirklich denkt.
00:21:51: in Wirklichkeit kann er mich gar nicht so schön finden weil ich halt einfach nicht so Schön bin.
00:21:55: Dann unterstelle ich dem anderen ja auch irgendwie dass er keinen Geschmack hat Also dass er gar nicht in der Lage ist das wirklich zu beurteilen oder dass er vielleicht nicht die Wahrheit sagt.
00:22:02: also in Wirklichkeit Und da stelle ich dem was, und das führt dir dazu.
00:22:07: Das merkt der andere ja auch, dass der sich nicht gesehen fühlt und dann sagt er okay sage ich halt nix mehr!
00:22:15: Ich meine die Frage ist eben schon in einem Ganzen... Was ist denn hilfreich?
00:22:23: Also ich mein in der Theorie es sehr leicht zu sagen, was ist hilfreich?
00:22:26: Nämlich hilfereich wäre aufzuhören mit der Interpretation wenn man...
00:22:33: Wie höre ich auf mit der interpretation
00:22:34: indem ich einfach mal zuhör und das für Baare Münze nehmen, was der andere sagt.
00:22:42: Also ich denke mir halt es ist ein Prozess oder?
00:22:45: Ja!
00:22:45: Weil ich meine es geht erst einmal darum dass wir überhaupt erkennen, dass wir sehr viel interpretieren, dass Wir anerkennen dass diese Interpretation möglicherweise falsch ist weil also wir sind ja meistens davon überzeugt, dass sie richtig ist.
00:23:01: Ja!
00:23:02: Also deswegen noch etwas her.
00:23:03: Ich meine, damit beginnt es einfach mal.
00:23:06: Eine andere Haltung einzunehmen und das ist eine Art Training auch.
00:23:10: Also zu sagen... sehr im Endeffekt die Imago-Haltung wäre ja die, dass ich mal mit Neugierer hingehe und sage, erzähl mir mehr!
00:23:20: Dass ich mehr vom anderen wissen will, dass sich nicht sagt, ahja, ich weiß eh warum du das machst?
00:23:24: Ich weiß eh wie das ist, ich kenne dich sondern was ich aus dem rausgehe und sag interessant, spannend So wie wenn ich den gar nicht kennen würde.
00:23:34: Warum sagst du das?
00:23:35: Oder dass auch von mir vielleicht das Preis geht und sagt, zum Beispiel bei dem Kleidding so... Ich bin mir irgendwie unsicher, meinst du, das ist wirklich was du sagst?
00:23:45: oder ich habe halt einen Eindruck, wenn du sowas sagst, dass du mich in anderen Kleidern nicht schön findest und es bisher nicht gesagt hast Und dann haben wir plötzlich ein Thema am Tisch und können darüber reden.
00:23:58: oder ich kann auch erkennen, ah interessant was ich da selber sage.
00:24:01: Warum denke ich das eigentlich?
00:24:02: Also damit dass wir uns auf dem Bahn kann dann Weg anfangen, denke ich mir.
00:24:07: Aber eben deswegen habe ich das vorher gesagt, in der Theorie ist es leicht aber wenn man in der Praxis und in den guten Momenten und so ist es nicht zu leicht.
00:24:18: also ich kenne das von mir selbst auch Es gibt Punkte Da kann mir jemand etwas entgegenschreien Und ich kann es ihm nicht glauben, weil das einfach in oder ich interpretiere irgendwie trotzdem was anderes.
00:24:36: Ja also dass das schwierig und herausfordernd ist klar.
00:24:40: nur man muss es ja mal oder ich finde es mal wichtig zu sagen wie wäre's denn anders?
00:24:46: Also wenn ich jetzt mit einer Haltung der Neugierde prinzipiell durchs Leben gehe und vor allem Zuhörer anstatt zu interpretieren dann kann sich etwas verändern.
00:24:56: Prinzipien herausfordern ist es klar.
00:24:59: Aber ich denke schon, dass das auch möglich ist, das einzuüben und dafür ist es halt wirklich wichtig.
00:25:07: also Neugierde funktioniert einfach nur wenn Wahrhaftigkeit und Vertrauen da sind.
00:25:13: Also dem anderen gegenüber aber auch mir gegenüber, dass sich mich ernst nehmen weil wenn ich mich selber nicht ernst nehme dann natürlich auch schwierig
00:25:20: Und das, denke ich, kann man schon in so ganz kleinen Schritten üben.
00:25:24: Also es gibt ebenso wie du diese Semmelgeschichte erzählt hast.
00:25:28: Man könnte ja – weil das ist ein ganz häufiger Mechanismus – wenn man nochmal gefragt wird, möchtest du das oder möchtes du das wirklich sagen?
00:25:39: Das was man wirklich will und nicht sich vorher überlegen, was könnten da andere Lieber haben?
00:25:45: Ich verzicht zugunsten des anderen lieber auf das, was halt etwas ergeneht, sondern
00:25:48: einfach mal nur
00:25:50: Was will ich?
00:25:52: Und das dann klar sagen.
00:25:55: Das funktioniert dann sehr gut, wenn ich sicher sein kann oder wenn ich davon ausgehen kann dass der andere dann auch wahrhaftig sagt okay gut ich wollte lieber das andere oder hm ich wollt aber auch das.
00:26:11: also wenn wenn ich da von ausgehen können dass da eine Art gleicher Umgang damit
00:26:18: Vertrauen und ein Ernst genommen sein.
00:26:21: Und ich glaube halt, dass das aber etwas ist auch was wir oft nicht gelernt haben als Kinder schon nämlich es geht ja auch darum die eigenen Bedürfnisse überhaupt wahrzunehmen.
00:26:30: was will ich eigentlich?
00:26:31: oder halt auch dieses darf ich das wollen?
00:26:34: Höflichkeit!
00:26:36: Ich muss höflich sein und wenn ich jetzt das nehmen was ich wirklich will dann nehme mich dem anderen vielleicht auch weg dieses aufzuhören zur Interpretation, das kann interpretieren.
00:26:48: Das kann wirklich ein Weg sein der uns auch in mehr Freiheit führt und der uns an solche Punkte bringt zu fragen ja an solche Glaubenssätze.
00:26:56: also deswegen um dieses Thema eröffnet ein weiteres Themenfeld denke ich mir.
00:27:04: letztendlich ist es einfach wichtig sich einmal darüber klarzuwerden dass wir möglicherweise interpretieren Das ist oft gar nicht klar, wir machen das andauend und hinterfragen es gar nicht.
00:27:17: Und das ist mal der erste Schritt, dass sie's bewusst machen.
00:27:22: Genau!
00:27:22: Das wollten wir heute eigentlich mit dieser Folge erreichen
00:27:27: weil
00:27:28: die schnelle Lösung wie komme ich raus aus dem Interpretieren?
00:27:31: oder sagen wir, wie komme Ich raus aus einem mir schmerzhaften Interpretierung?
00:27:39: Die können wir euch jetzt auch hier nicht...
00:27:41: Naja, also ich meine es gibt noch einige andere Folgen.
00:27:44: Und ich meine eine Sache die ich schon gerne mitgeben möchte ist dieses wenn wir Schmerz spüren dann auch vielleicht mal den Gedanken zulassen und sagen okay ich spüre deinen schmerz dass das ein Hinweis auf etwas was dahinter liegt und dann einfach mehr hinschauen.
00:28:03: Also einfach mehr hinschauen und vor allem auch immer wieder diese Frage sich selber stellen, was ist hilfreich?
00:28:11: Was ist hilfreich in der Beziehung.
00:28:12: Weil wenn ich ja immer in dieser Interpretation bleibe dann geht da ja eine Spirale los die eigentlich so kaum mehr zu stoppen ist.
00:28:21: oder nur mit der Frage was ist denn jetzt hilfreich und wie?
00:28:25: vielleicht ist das eine Interpretations?
00:28:27: Ja!
00:28:29: In dem Sinn wir wünschen euch viel Spaß beim Üben der kleinen Schritte
00:28:35: Und wer da vielleicht auch Erfahrungen hat, die austauschen möchte, der kann uns ganz schreiben.
00:28:39: Wir würden uns freuen!
00:28:41: Bis zum nächsten Mal!
00:28:43: Ciao!
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