Schluss mit Kuschel-Kurs: Warum ein wenig Unbequemlichkeit Eurer Liebe gut tut

Shownotes

Kennt ihr das Stachelschwein-Dilemma? Zu nah tut’s weh, zu weit weg erfriert die Liebe. Ein ewiger Tanz zwischen Stacheln und Kälte.

Viele Paare landen in einer „sicheren“ Distanz. Es ist angenehm kuschelig in der Komfortzone, aber echtes Wachstum findet dort nicht statt. Stattdessen haben wir oft das Gefühl, uns verbiegen zu müssen, um den anderen nicht zu pieksen. Doch Verbiegen macht uns auf Dauer klein und unglücklich.

Die Lösung? Dehnen.

Dehnen bedeutet, die Komfortzone bewusst zu verlassen. Es ist das Risiko, sich verletzlich zu zeigen, statt die Stacheln auszufahren. In dieser Folge zeigen wir euch, wie ihr gemeinsam den Raum zwischen euch weitet, ohne euch selbst zu verlieren.

Was dich in dieser Episode erwartet:

  • Verbiegen vs. Dehnen: Warum das eine dich bricht und das andere dich wachsen lässt.
  • Raus aus dem Dilemma: Wie ihr Nähe zulasst, ohne euch gegenseitig aufzuspießen.
  • Mut zum Risiko: Warum das „Unbequeme“ der Schlüssel zu tiefer Verbundenheit ist.
  • Praxis-Quickies: Kleine Übungen für den Beziehungs-Alltag, um eure emotionale Flexibilität zu trainieren.

Hört rein und findet heraus, wie ihr vom vorsichtigen Abstandhalten in ein kraftvolles, gemeinsames Wachstum kommt.

  • Du willst uns Feedback und Anregungen geben?
  • Es sind Fragen offen geblieben?
  • Du hast ein Thema, das wir im Podcast behandeln sollen?
  • Oder du möchtest etwas für deine Beziehung oder dich selbst tun?

Melde dich gerne: info@heidicollon.at, d.trauttmansdorff@me.com Wenn du dich näher über uns informieren möchtest: www.heidicollon.at oder https://gegen-ueber.at/

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo liebe Doro, hallo liebe Hörer und Hörberinnen.

00:00:04: Kennst du eigentlich das Stachelschweindilemma vom Schockmauer?

00:00:10: Nein!

00:00:10: Ich kenne Schopenhau aus Stachelschwein-Dilemma nicht.

00:00:13: Ja ich finde es eine sehr schöne Farbe und zwar geht's da um Beziehungen.

00:00:17: Nicht nur in Beziehung von Panen sondern auch im Allgemeinen.

00:00:22: Und es geht um eine Gruppe von Stachelschweinen, die kommen zusammen oder treffen sich im Winter und es ist eiskalt.

00:00:29: So kalt dass sie kurz vorm Erfrieren sind und deswegen beginnen sie näher zurück.

00:00:35: Sie wollen sich aneinander kuscheln.

00:00:37: das haut natürlich nicht hin weil sie haben ja dummerweise alle stacheln und sie piken sich ungeheuerlich und die einzige lösung besteht darin wieder auseinander zu rücken.

00:00:47: Aber dann merken sie wieder, es wird so kalt.

00:00:49: Es ist einfach schrecklich!

00:00:51: Wir werden erfrieren zurück und wieder zusammen.

00:00:54: Und das geht so lange hin und her bis Sie den richtigen Abstand gefunden haben.

00:00:58: also dass Sie gerade mal nicht erfrieren aber halt sich auch nicht mehr stechen und eigentlich näher Sie überleben halt ja.

00:01:06: Das ist das Schöne von der Fabel finde ich oder das Treffende... ...das ist ein Überlebensmuster und das ist das was viele in Beziehung erleben Und den Schluss daraus ziehen, naja in einer Beziehung kriegt halt keiner was er eigentlich will.

00:01:23: Es ist immer irgendwie ein fauler Kompromiss der notwendig ist das wir überleben aber zufriedenstellend ist es halt nicht miteinander weil irgendwann stören wir uns unweigerlich, irgendwann gibt's unweigelig Frust und ich muss mich halt verbiegen um mit den anderen in Beziehungen zu sein.

00:01:40: Ich kann nicht selbst sein

00:01:42: Okay, und du erzählst mir diese Farbe?

00:01:45: deswegen Heidi weil wir heute über einen ganz zentralen Begriff in Imago sprechen wollen.

00:01:51: Nämlich über das Dänen.

00:01:52: habe ich das verstanden?

00:01:54: Das ist ja gut verstanden!

00:01:56: Weil das Denen ist eigentlich aus meiner Sicht ein Weg raus aus diesem Dilemma.

00:02:01: Ein Weg hinein ins Wachstum nämlich wie wir diese Frustration die es in unserem Leben gibt nutzen können und uns weiterzuentwickeln.

00:02:11: Und dafür brauchen wir eben das Dehnen, über das wir heute sprechen möchten.

00:02:16: Okay, schauen wir uns das vielleicht einmal an einem konkreten Beispiel an oder?

00:02:21: Also eine ganz konkrete Situation die vielleicht manche von euch Hörerinnen und Hörern auch kennen.

00:02:27: Sarah und Paul gehen sehr gern ins Kino – die beiden!

00:02:32: Es ist aber bei jedem Kinobesuch immer so dass die Sarah den Film aussucht.

00:02:37: Das frustriert auf der einen Seite die Sarah und das frustrierte auf der anderen Seite auch den Paul.

00:02:44: Warum?

00:02:45: Der Frust von der Sarah ist insgeheim, natürlich macht sie das gern weil sie hat immer die Kontrolle wenn sie den Film aussucht und wenn sie ihn aussucht ist es natürlich logischerweise ein guter Film.

00:02:57: Auf der anderen seite hat sie halt auch den Eindruck immer die Verantwortung zu haben Und irgendwie dass da Paul so passiv ist.

00:03:05: Also wenn sie nichts machen würde, dann wird halt gar nix gehen und das ist halt auf Dauer schon auch anstrengend und frustrierend?

00:03:13: Genau!

00:03:14: Und für den Paul ist der Frust dass Sie einfach immer nur viel mehr anschauen die das nachherfallen und er kommt überhaupt nicht in die Situation mal zu sagen also er hat das Gefühl er kommt gar nicht in diese Situation zu sagen hey jetzt schauen wir uns aber mal diesen action road movie.

00:03:34: Und im Endeffekt ist es bei denen so, diese Frustration führt nicht mal unbedingt zu einem großen Streit.

00:03:41: Aber es ist halt irgendwie ein latentes Unbehagen zwischen den beiden.

00:03:46: So viel Unausgesprochenes und das vergiftet die Beziehung aller Longshorn.

00:03:51: also Es kommt nur zum Streit wenn der Paul dann halt bald beim Netflix sehr das Gleiche da sucht auch immer sie aus und ab und zu zückt halt dann der Paul so ganz heimlich das Handy und schaut halt Instagram nebenbei.

00:04:03: Das findet die Sarah natürlich doof und dann kann es schon mal sein, dass sie ihn anfährt.

00:04:08: Aber an sich ist das so viel Unausgesprochenes zwischen den beiden.

00:04:13: Also das ist jetzt einmal kurz der Frust skizziert, den Sarah und Paul miteinander haben.

00:04:19: Und wir haben ja schon in der Episode über die Kindheit drüber geredet.

00:04:23: Frust hat immer irgendwas mit Geschichte zu tun.

00:04:26: Es ist einfach so...

00:04:27: Ja und zwar in dem Fall jetzt ist es so, dass beide aus einem Schutzmuster heraus agieren.

00:04:38: In dieser Situation, dass sie sich eben aufgrund ihrer Kindheitserfahrungen zurechtgelegt haben

00:04:47: Das ist im Endeffekt das was dann piekst wie bei den Stachelschweinen, nämlich das Überlebensmuster Und das Dehnen, was da interessant ist, Das, wo wir dann diese Schutzmuster verlassen.

00:05:00: Und wenn wir die verlassen, ist eben langsamer und sicher Begegnung und Berührung möglich.

00:05:08: Was bedeutet das jetzt für Sarah und Paul?

00:05:10: Also wo müsste sich die Sarah dehnen?

00:05:12: oder warum?

00:05:13: Oder wo müsste sie sich vielleicht der Paul dehnen?

00:05:15: Was sagst du Doro?

00:05:17: Wenn wir so ganz grob darauf schauen, ist es so dass die Sarahs agieren, zielt darauf ab möglichst immer die Kontrolle zu behalten.

00:05:29: Also wenn sie den Film immer aussucht und sagt wo es lang geht dann kann sich einerseits sicher sein das es überhaupt passiert.

00:05:37: Das sind Kinogenen, dass sie einen Film anschauen.

00:05:40: Sie kann sich auch sicher sein, dass es ein Film wird der ihr liegt den sie gerne aus welchen Gründen auch immer sehen will.

00:05:49: Und ja, Sie muss sich auf nichts einlassen was irgendwie für Sie unvorhergesehen ist.

00:05:57: Ja und solche Verhalten kennen wir in der Regel eben aus unserer Kindheit.

00:06:01: zum Beispiel wenn wir einer Familie groß geworden sind wo Es gibt ja, muss ich halt Kinder vielleicht Jüngste von der Familie ist immer viel los.

00:06:11: Viel Trubel muss ich ständig um sich selber kümmern.

00:06:13: oder es gibt viele Kinder das sind sehr eigenständig oder müssen auch vielleicht eigenständiger werden.

00:06:17: Vielleicht auch weil ein Elternteil krank ist.

00:06:19: Gibt's viele Beispiele und wenn Ich also gelernt habe in meiner Kindheit Ja Wenn ich mich nicht drum kümmere dann tut es halt niemand.

00:06:27: Dann nehme ich dieses Muster eben auch ins Erwachsenenalter mit.

00:06:32: Paul ist natürlich eine andere Geschichte.

00:06:34: Für den ist es einfach so viel sicherer, sich gar nicht wirklich zu überlegen was will er wirklich weil?

00:06:40: das könnte zu Konflikt führen oder es könnte dazu führen wenn er das ausspricht dass es dann eh nicht kriegt und dann ist er wieder frustriert deswegen.

00:06:49: Und wenn er aber nicht muckst sondern nur mitgeht Dann passiert ihm nichts.

00:06:56: Da muss er auch nicht die Verantwortung dafür übernehmen, dass der Film den Er aussucht vielleicht das Sahra gar nicht gefällt und dass sie dann irgendwie gelangweilt ist oder grantig ist oder ihn beschimpft für seine Auswahl was auch immer.

00:07:13: Und das ist jetzt ein Verhalten?

00:07:14: Das kommt halt dann denke ich von Kindern, die zum Beispiel Helikoptereltern haben.

00:07:19: Die Ehe alles vororganisieren, den ganz strengen Rahmen vorgeben und Kinder, die dann halt die Erfahrung machen, na ja wenn ich was sage, ist Mama aber böse!

00:07:27: Dann ist es schlecht.

00:07:28: Dann kann's zu einem Verhalten kommen dass sich solche Kinder sagen Ja für mich ist das einfach sicherer Wenn ich mich dem anpasse, wenn ich mach wie sein soll, dann bin ich safe, da bin ich sicher Und... Das ist eben das Überlebensmuster des Verhaltenes gelernt haben in unserer Geschichte, um zu überleben.

00:07:46: Und das nehmen wir eben auch in die Beziehung mit.

00:07:48: und bei der Dehnung geht es jetzt eben darum dieses Verhalten zu verbelassen, um dann eben zu einer Beziehungen zu kommen wo wir auch echte Berührung zulassen können.

00:07:59: Genau damit wir nicht in der sicheren Stachelschwein-Distanz bleiben müssen sondern eventuell was anderes Neues erfahren können.

00:08:09: Was heißt jetzt das mit dem Dehnen?

00:08:13: Was heisst das Dänen in dem Fall?

00:08:16: Wie schaut so was aus?

00:08:17: Bei der Sarah würde ich sagen, ist es tatsächlich ein Loslassen.

00:08:21: Weil Sarah möchte oder muss sie die Kontrolle behalten.

00:08:25: also für alle, die Control Freaks sind.

00:08:28: Ist einfach das Rausgehen aus der Komfortzone das ja lass mal locker!

00:08:32: Lass mal den anderen entscheiden oder gib ab vielleicht auch einfach mal an warten... mache ich nicht gleich einen Vorschlag, sondern vielleicht zähle ich mal bis drei oder auch länger das der andere was sagt.

00:08:46: Weil oft sind so Menschen ja auch ganz ganz schnell.

00:08:49: also die lassen dem anderen oft gar keinen Raum überhaupt etwas zu sagen weil die Angst vor Enttäuschung so groß ist dass der Andere ja sowieso nichts sagen wird.

00:08:58: Das werden entdehnen.

00:08:59: dann von der Sarah Vielleicht den Paul auch zu fragen Was willst denn du schauen?

00:09:03: Und dann auch in den vielen zu gehen denen er vorschlägt und nicht zu sagen Ja boah der ist ja nix.

00:09:09: Und was wäre es für den Paul?

00:09:12: Ich glaube, für den Paul wäre es mal erstens überhaupt ihn sich hineinzuhören und zu spüren.

00:09:19: Was will denn ich eigentlich?

00:09:23: Mit dem, was will ich eigentlich, was ist mein Wunsch, was is mein Bedürfnis, sich der Sarah zu zeigen.

00:09:30: Also sich sozusagen zuzumuten, sich auszusetzen ihrem Urteil vielleicht oder... mit dem Risiko abgelehnt zu werden.

00:09:42: Er müsste eben das Risiko eingehen, zu sich zu

00:09:46: stehen.".

00:09:47: Ja und es beginnt damit.

00:09:48: also ich finde schön was du sagst dass ist ein Weg das zeigt's auch.

00:09:51: das passiert mich mit einem mal meistens weil für Menschen wie den Paul ist es ja oft schon sehr schwer überhaupt zu erspüren was ist mein Bedürfnis?

00:10:00: Ja, das ist mal das erste.

00:10:02: Und dann ist natürlich das große Risiko dieses Bedürfnis auch auszusprechen dafür einzustehen vielleicht auch Grenzen zu setzen sagen ja diesen Film will ich nicht.

00:10:11: Ich möchte eigentlich was anderes.

00:10:12: Ich möchte ein Actionfilm anschauen und da sieht man auch schon dass denen je nach Geschichte etwas ganz unterschiedliches bedeuten kann.

00:10:21: Es bedeutet immer, aus der Komfortzone herauszugehen.

00:10:24: Nur für den einen ist es mal loszulassen und mal nichts zu sagen und für den anderen ist das genau das Gegenteil nämlich mal was zu sagen.

00:10:32: Sollen wir uns noch ein anderes Beispiel anschauen?

00:10:35: Ich finde schon weil in diesem Beispiel dass wir zum einem Kinofirm ausgewählt haben da geht's ja vor allem auch um dieses Thema Verantwortung für sich selber einstehen, für eigene Bedürfnisse einstehnen oder auch loslassen.

00:10:47: Und es gibt ja auch noch andere Beispiele wo Also bei vielen Paaren, glaube ich, geht es ja auch oft um Nähe und Distanz oder Kontrolle und Vertrauen.

00:10:57: Sag mal?

00:10:58: Naja, ich würde sagen zum Beispiel, sagen Paul, der spielt ja voll gerne Fußball

00:11:05: und

00:11:06: also ich möchte das wieder anhand von einem Beispiel machen weil da wird's besonders konkret Und die Sarah hat damit immer wieder ein Problem.

00:11:14: Weil, naja erstens weil er da Zeit mit anderen verbringt und ständig weg ist.

00:11:19: Aber das Aage ist halt auch wenn er dann weg ist, dann ist er oft nicht erreichbar, weil dann sitzen die noch zusammen und trinken Bier der hört das Handy nicht Die Sarah kennt sich nicht aus weiß nicht wann kommt ihr jetzt heim?

00:11:32: oder ist vielleicht was passiert?

00:11:34: Und sie kriegt Angst.

00:11:35: und wenn er denn irgendwie nach dem zehnten Anruf endlich ans Telefon geht Dann ist sie voll wütend fühlt sich natürlich in seiner Freiheit beschnitten, fühlt es sich eingeengt.

00:11:47: Fühlt sich überwacht und das führt dann tatsächlich zwischen den beiden auch immer wieder zu heftigen Konflikten.

00:11:53: also da geht's dann rund.

00:11:55: des Eskaliert oft und ich glaube das kennen viele ja dass manche den Eindruck haben war der andere Klammer zu er lässt mir gar keine Luft mehr kann nicht mehr atmen und der Andere wiederum hat aber den Eindruck der der andre ist der ist nicht da.

00:12:10: ich bin ich bin mega alle ich bin im Wurscht.

00:12:13: Also was in diesem Beispiel die Sarah gerne hätte, ist dass der Paul ihr genau sagt ich gehe dann und dann weg.

00:12:22: Ich gehe dort und dorthin.

00:12:24: Ich treffe die und die Leute.

00:12:25: Ich sitze so und solange nachher noch im Wirtshaus und ich bin um Punkt sowieso zurück.

00:12:32: das wäre ihr die Liebste oder sagen wir die zweitliebste Version weil die allerliebsten Version wäre er würde gar nicht weg gehen.

00:12:39: Für Paul wieder, wer die liebste Version?

00:12:43: er ruft so beim Weggehen über der Schulter das Haar dazu.

00:12:48: Ich gehe dann mal und das ist es!

00:12:51: Und er geht und macht was er machen will und was er sich ausgemacht hat vielleicht mit anderen... ...und er kommt dann zurück wenn's für ihn passt, wenn die Anderen auch nach Haus gehen wann auch immer.

00:13:02: Es kann um elf sein, es kann um zwölf sein, aber auch um Wann auch immer sein.

00:13:09: Was machen wir jetzt aus der Situation?

00:13:11: Ja, also da geht es auch wieder um Stehnen.

00:13:15: Es gibt natürlich auch da eine Geschichte bei beiden weshalb sie sich so verhalten.

00:13:19: Warte mal!

00:13:19: Es ist nicht nur warum Sie sich so verwalten sondern es geht ja mehr darum, warum sie sich fühlen.

00:13:24: Warum sie sich das und das wünschen was sie sich wünscht.

00:13:28: Im Endeffekt ist es so jemand der so Angst hat dass dass er so viel Kontrolle braucht.

00:13:33: Er hat in der Kindheit meistens erlebt, dass die Eltern nicht immer da waren, dass es viel Einsamkeit war, dass man Dinge alleine regeln musste aber nicht nur das.

00:13:46: Diese Schlüsselkinder sind das ja oft.

00:13:47: Früher gab's hier glaube ich mehr wie heutzutage, ich weiß es nicht, aber die dann halt nach der Schule heimgekommen sind und dann war vielleicht niemand da haben sich irgendwie alleine beschäftigen müssen hatten vielleicht dann Sorge, Das was passiert ist auch mit den Eltern.

00:14:02: und diese Angst, wie sie Sorge wird halt auch mitgenommen.

00:14:05: Und reaktiviert wenn der Partner dann halt weggeht, was sich nicht auskennt?

00:14:10: Was es jetzt loswann kommt wieder jemand zurück?

00:14:12: Wie lange bin ich

00:14:13: alleine?".

00:14:14: Und das wird eben bei Sarah aktiviert und ja beim Paul ist es halt eben genau umgekehrt.

00:14:21: Das sind halt dann die, die so eingeengt worden sind als Kind schon.

00:14:25: Das darfst du nicht!

00:14:27: Und das musst du machen dass die einfach ausbrechen müssen Und das haben sie ja als Kinder dann meistens auch schon getan und es geht ja auch weiter ins Erwachsenenalter, wo dann einfach ganz schnell dieses Gefühl entsteht.

00:14:39: Das ist interessant wie du das erzählt hast von den Schlüsselkindern da ist mir eingefallen Es kann genau in beide Richtungen gehen.

00:14:48: also nehmen wir eben Schlüssel Kind als Metapher für ein Kind der sehr weitmaschig betreuert aufgewachsen ist.

00:14:57: Das kann in beide Richtungen gehen.

00:14:59: Das kann entweder sein, dass sich dieses Kind als Erwachsenes genau diese gleiche weitmaschige Art zu leben wünscht, weil das ist das was es kennt.

00:15:10: Es kann aber auch in die andere Richtung gehen.

00:15:12: So wie du gesagt hast, es kann eben sein, daß dieses Schlüsselkind dann sich das engmaschigen Netz sucht oder wünsht.

00:15:21: Es kommt immer darauf an, was für das Kind die sichere Version war.

00:15:25: Weil es ist ja ein Überlebensmuster und als Kind wählen wir die Version des Verhaltens, dass die sicheren Version ist.

00:15:33: Und diese nehmen wir uns dann in der Regel ins Erwachsenenalter mit.

00:15:36: Das zweite Beispiel, was wir jetzt gebracht haben, ist eben, dass es sich genauso gut in solchen Konstellationen in der Beziehung zeigt.

00:15:46: Wie weit lasse ich den Partner gehen, wie schaut es mit dem Vertrauen aus?

00:15:50: Wie mit Kontrolle?

00:15:51: und dieses Thema glaube ich haben einfach viele in unterschiedlicher Färbung.

00:15:55: Deswegen finde ich ist es gut das wir sie noch gebracht haben Und es zeigt eben Das muss nicht so bleiben.

00:16:01: Wir können uns weiter entwickeln Weil auch da gibt es ja eine Dehnung.

00:16:04: Also wenn jetzt die Sarah zum Beispiel, auch da wieder das Loslassen übt und sagt Ja also halt mal nicht gleich fragt ja und wann bist du wieder da?

00:16:14: Und ständig anruft oder so sondern einfach darauf vertraut dass der Paul wieder kommt und einfach mal nix sagt und loslässt

00:16:24: Du sagst einfach drauf vertraut und einfach mal nicht gesagt, wenn es so einfach wäre glaube ich dann würde sie's ja machen.

00:16:31: Und das ist aber genau das worüber wir sprechen wollen.

00:16:34: also wir haben sie jetzt eh schon öfter gesagt dass denen Das ist ja was, was wir aus dem Sport kennen.

00:16:42: Muskeln müssen vor allem nach einem Training aber auch ohne Training.

00:16:46: muskeln müssen gedehnt werden.

00:16:48: je besser wir gedehn sind desto flexibler sind wir einen desto breiteren Bewegungsspielraum haben wir.

00:16:56: Es tut doch weh das Dehnen es zieht das weiß jeder nicht.

00:16:59: also ich meine deswegen hast du recht es ist nicht so einfach.

00:17:02: und vor allem was ja auch nicht einfach ist auf der einen Seite soll ich mich dehnen aber überdehnen soll ich Das kann ja auch passieren.

00:17:09: Und wo ist da der Mittelweg?

00:17:12: Also mit was fange ich an, wenn der... also ich meine jetzt deswegen stimmt ja nur einfach sagen nach Paul geht doch den schönen Abend es fängt vielleicht mit kleinen Schritten an.

00:17:22: Also ganz klein, wo ich's langsam einübe und das ist beim Dehnen auch so.

00:17:26: oder darf ich mich nicht überdehnen?

00:17:29: Das ist das was du meinst, oder?

00:17:31: Ja weil sonst wenn du einfach wer würdest die See machen dann würde sie ihn eh gehen lassen.

00:17:37: Was ist das denen jetzt also konkret?

00:17:38: Was bedeutet denen konkret?

00:17:41: Denen bedeutet unsere Komfortzone zu verlassen.

00:17:45: Das ist auch wieder so ein Schlagwort, aber die Komfortzone ist das wo wir uns hinter den Schutz unserer Überlebensmuster verstecken.

00:17:57: Also alles was sich was sich sicher und vertraut anfühlt, aber so ein bisschen dämpfend.

00:18:06: Das ist die Komfortzone.

00:18:09: Und wenn wir die verlassen heißt das ein Risiko einzugehen etwas Neues auszuprobieren etwas was uns nicht leicht fällt und etwas was wir sehr vorsichtig und bewusst machen müssen.

00:18:28: Ich möchte jetzt auch noch mal sagen, was ist da der Unterschied zum Verbiegen?

00:18:31: Weil das ist ja oft gar nicht so leicht zu unterscheiden.

00:18:35: Beim Verbiegen ist es so dass wir uns letztendlich selber schaden.

00:18:41: Das verbiegen kommt heraus aus einem Schutzmuster Was sehr verständlich ist, was eben in der Geschichte und Kindheit mal voll Sinn gemacht hat richtig gut war Was auch für unser Leben letztendlich geprägt hat, das war jetzt nicht nur schlecht.

00:18:54: Aber in der jetzigen Situation als Erwachsene haben wir eigentlich mehr Optionen.

00:19:00: Das heißt, dass denen führt uns ins Wachstum, weitet auch wie es halt so beim Dänen üblich ist und führt dazu, dass wir freiere Entscheidungen treffen können.

00:19:10: Das heisst ein Kriterium fürs Däne, wo man unterscheiden kann, ist das eine Dehnung oder nicht?

00:19:15: Ist die, dass es immer gut ist und auch für den anderen.

00:19:21: Das heißt, ein Gewinn letztendlich einen Geschenk an mich selber und ein Geschenck an den andern.

00:19:27: Und das Verbiegen würde bedeuten dass wir stagnieren nicht weiterkommen können und uns und dem Anderen schaden.

00:19:36: Verbieging ist eigentlich sogar weil es machen wir ja dann wiederholt und immer wieder, d. h. wir werden krummer und krummer und kummer.

00:19:43: Wenn wir krumme und kummere werden, wären wir kleiner Und wenn wir uns aber dehnen, werden wir flexibler und weiterer und größer.

00:19:52: Und wie ich glaube schon vorher gesagt habe unser Handlungsspielraum wird einfach erweitert.

00:19:58: Das ist das Schöne.

00:19:59: auch finde ich was andockt an dieses Dilemma von Shoppenhauer dass des Dehnen nämlich ein Weg raus ist wie wir selber bleiben können Weil wir wachsen, weil wir in der Größe bleiben dürfen wenn wir uns dehnen und wenn wir als Paar das gemeinsam machen, wachsen wir gemeinsam und kommen gemeinsam in die Größe.

00:20:20: Und deswegen finde ich es auch so wichtig darüber zu reden, weil es nicht so sein muss wie bei den Stachelschweinen.

00:20:27: Ich

00:20:29: möchte jetzt nochmal schauen was so konkret eine Dehnung sein könnte, weil jetzt haben wir so viel drüber gesprochen Wie das konkret ausschauen kann.

00:20:38: Wenn wir uns dieses Beispiel anschauen vom fußballspielenden Paul, mit dem sich die Sarah so schwer tut... Jetzt könnte für die Sarah ein möglicher erster Schritt in Richtung Dehnung sein, dass sie mit dem Paul ausmacht.

00:20:57: Gut also es fällt mir sehr schwer dich da gehen zu lassen aber es würde mir helfen wenn du mehr Wenn du mir sagst, wann du wo bist und du musst mich aber nicht zwischendrin anrufen.

00:21:12: Sondern du sagst mir, wann Du wo bist?

00:21:15: Und wann Du zurück bist?

00:21:17: Zwischendrinn musst du mich aber auch nicht

00:21:19: anrufe.".

00:21:20: Ich halte das aus!

00:21:23: Das ist ein wesentliches Merkmal des Dänens, dass da beide involviert sind Weil man sich Sarah dann dafür vom Paul braucht, für diese Dehnung glaube ich oder könnte ich mir vorstellen ist dass er sich auch tatsächlich daran hält.

00:21:42: Für dieses erste Mal damit sie die Erfahrung... Damit sie da eine gute Erfahrung machen kann, ja?

00:21:46: Damit sie die Erfahrungen machen kann Die Welt geht nicht unter und der Paul geht nicht verloren Auch wenn Sie in der Zeit seiner Abwesenheit nicht miteinander telefonieren.

00:21:59: Was hältst du davon?

00:22:01: Ja, das finde ich ganz wichtig was du da sagst.

00:22:03: Nur dafür brauchst eine Vorbedingung damit es möglich ist nämlich bevor's zum denen kommen kann.

00:22:09: Ist es wichtig dass ein Paar über den Frust spricht dass es miteinander darüber redet, was ist der Frust.

00:22:16: Ich meine ich finde das da im Imago-Dialog angesagt ist wo's eben auch darum geht Frust auszusprechen, wo´s ihm Imago Dialog auch möglich ist zu sagen Was brauche ich denn damit ich mich sicher fühlen kann?

00:22:32: Das ist ein großer Bestandteil des Imago Dialoges auch Wo man auch um eine Verhaltensänderung bitten kann in so einem Dialog wo es um Frust geht.

00:22:42: und Dieser Dialog der öffnet dann eben dafür, dass man sich dehnen kann.

00:22:47: Weil der andere hat nämlich mit dem Dialog wenn er gut gelaufen ist das Verständnis dafür warum es dem anderen so geht und das hilft natürlich, dass wir das gegenseitig auch schenken können.

00:22:57: Es ist natürlich immer noch ein Prozess nicht gleich leicht aber ich hoffe das ist jetzt klarer geworden.

00:23:04: oder möchtest du da vielleicht noch was ergänzen Doro?

00:23:07: Nein, nein.

00:23:07: Ich finde es schon gut, dass man das in einem Imago-Dialog am besten macht.

00:23:14: Ich glaube, ich traue vielen unseren Hörerinnen und Hörern auch zu, dass sie sich ohne die Dialogform unbedingt darüber unterhalten.

00:23:27: Wichtig ist ein Gespräch darüber was mich verunsichert oder was mich stört.

00:23:37: aber spüre ich da, warum stört's mich und wie könnte ich da rauskommen?

00:23:42: Und wie könntest du mir dabei

00:23:44: helfen?".

00:23:45: Genau.

00:23:45: Und vielleicht dem anderen auch sagen... Ich merke das schon!

00:23:48: Ich bin da oft sehr mit viel Kontrolle unterwegs.

00:23:52: Ich möchte das gerne ändern.

00:23:54: Die hilft mir dabei.

00:23:56: Dann kann es eben ins Dänen kommen.

00:23:59: dass ich eben neue Schritte setze.

00:24:01: Das ist dann aber umgekehrt auch so, wenn ich mich gedehnt habe – das merkt der andere ja oft gar nicht – es auch gut darüber zu reden.

00:24:09: Beide müssen es anerkennen was dann auch geschehen ist.

00:24:12: also wenn dann Schritte in die richtige Richtung oder in die neue Richtung gehen, dann ist es auch wichtig wieder darüber zu reden.

00:24:20: Tu gutes und sprich darüber!

00:24:22: Ja, also ich glaube es ist jetzt klar geworden in dieser Folge.

00:24:26: So hoffe ich.

00:24:27: was ist das Dehnen?

00:24:28: Was ist der Unterschied zum Verbiegen?

00:24:30: Warum ist Dehne wichtig und notwendig wenn wir eine gute erfüllende Beziehung leben wollen?

00:24:39: Und ja unsere Message ist Es gibt erfüllenden Beziehungen!

00:24:43: Wir können erfüllendem Beziehungsfinden.

00:24:46: Ist es Arbeit?

00:24:47: Stimmt aber sie lohnt sich.

00:24:49: Es gibt noch einen Aspekt, den ich gerne einbringen möchte.

00:24:52: Weil wir so viel über denen und Wachstum und Beziehung gesprochen haben.

00:24:56: Denen können wir uns jeder jeden Tag... Das muss gar nicht nur im Hinblick auf die Paarbeziehungen sein.

00:25:05: Es gibt ganz viele Momente im Alltag oder im Leben wo es sozusagen kleine Möglichkeiten der Dehnung gibt.

00:25:12: Das sind immer Dinge, wo wir manchmal über seinen Schatten springen So kleine Sachen, die einem eigentlich irgendwie unangenehm sind und wo man sich dann denkt.

00:25:24: Aber vielleicht probiere ich das jetzt doch mal aus?

00:25:26: Vielleicht mache ich es jetzt doch einmal anders als ich sonst immer mach?

00:25:31: Ja, ich möchte's auch ein bisschen konkret machen weil das ja oft auch in der Berufswelt so ist.

00:25:35: Da merken wir vielleicht und spüren... Wow, ich habe so viele gute Ideen.

00:25:39: Aber ich trause mich nie zu sagen in der Besprechung.

00:25:41: Ich halte da immer zurück und kriege Herzklopfen!

00:25:44: Da auch bitte wieder vorsichtig sein mit dem Dehnen.

00:25:47: Es ist vielleicht eine Überdehnung gleich in der besprechung sofort die Idee rauszuhauen weil man vielleicht noch gar nicht soweit ist und es dann möglicherweise auch nur unsicher rüber kommt.

00:25:58: Deswegen ist das gut vielleicht sowas auch einen kleinen Schritt mal im sicheren Rahmen zu üben Vielleicht einfach einmal bei der Familienfeier sich zeigen.

00:26:05: Es reicht ja schon, also probiert das aus auch in der Arbeit oder mit Freunden und der Familie.

00:26:12: es gibt immer wieder mal so Möglichkeiten wo wir ein gewisses Risiko eingehen können und man auszuprobieren wie weit geht's?

00:26:21: Was kann ich Neues machen?

00:26:21: Wo kann ich mich anders verhalten?

00:26:23: Genau, mir freut er so ein ganz kleines alltägliches Beispiel ein.

00:26:28: wenn ich jemand bin Ganz schnell immer irgendwo antwortet oder ganz schnell immer irgendwas sagt.

00:26:35: Oder ganz schnell mal dabei ist, aus sich rauszugehen dann wäre die Dehnung es mal nicht zu machen.

00:26:43: Einfach ein zweimal durchzuatmen und vielleicht im Gegenüber zuzuhören bevor man gleich dagegen schießt Und auf der anderen Seite das, was du gesagt hast.

00:26:54: Wenn man jemand ist, der sich immer dreimal überlegt bevor man etwas sagt und dann sagt man es im Endeffekt lieber gar nicht, dass wir eben doch vielleicht schon nach dem ersten Mal überlegen, was sagt?

00:27:04: Das sind so den Momente!

00:27:07: Wir hoffen, dass für euch da was dabei war.

00:27:10: Wünschen euch viel Spaß beim Ausprobieren.

00:27:14: oder schreibt nicht euch sondern schreibt uns gerne wenn ihr... was teilen wollt, eine Geschichte teilen wollte oder vielleicht auch wenn es noch Fragen gibt.

00:27:22: Wir freuen uns über jeden Kommentar und jedes E-Mail.

00:27:27: Okay!

00:27:28: Danke fürs Zuhören!

00:27:30: Ciao!

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